Björn und Ulrich Winkelbach organisieren zur Fußball-WM erneut ein Fanfest

Alle Spiele live im Stadion

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Fanfest in Schwarz-Rot-Gold: Bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren zeiogten sich die deutschen Schlachtenbummler im Witzenhäuser Stadion an der Südbahnhofstraße von ihrer besten Seite. Deshalb wird die Veranstaltung zur WM wiederholt. Foto: Scheunert

Witzenhausen. Keine zwei Wochen mehr, bis die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien eröffnet wird. Ab diesem Zeitpunkt dreht sich alles um das runde Leder, die Menschen werden wieder vom Fußballvirus infiziert. Bei den Brüdern Ulrich (41) und Björn (38) Winkelbach ist das anders. DennDer Alltag der beiden Wendershäuser wird seit mehreren Monaten von dem Fußball-Großereignis bestimmt.

„Auch in diesem Jahr veranstalten wir ein Public Viewing“, sagt Ulrich Winkelbach. Alle Spiele der deutschen Nationalelf werden dann im Witzenhäuser Stadion an der Südbahnhofstraße auf einem Vier-Quadratmeter-Videowürfel (Qube) übertragen. „Das ist der perfekte Austragungsort“, sind sich die Brüder einig. Der Grund hierfür sei, so Ulrich Winkelbach, dass das Stadion mit seinen Tribünen richtige Fußball-Atmosphäre biete.

Gute Sicht dank Würfel

Mit ihrem tageslichttauglichen Videowürfel sind die Winkelbachs bundesweit gefragt. „Wir hatten Anfragen von Städten, die uns für die gesamte WM buchen wollten“, sagt Uli, wie er von Freunden genannt wird. Jedoch kam es nicht zu Verhandlungen, „denn uns war klar, wenn wir das fortführen, dann nur hier, wo wir zuhause sind. Schließlich geht es um Witzenhausen, unsere Heimatstadt.“

Ganz wichtig ist ihnen, keine Kosten für den Eintritt zu erheben. „Das gelingt uns nur dank der großen Unterstützung“, sagt der 41-Jährige. Denn heimische Unternehmen, Vereine und natürlich auch die Familie sind in die Organisation miteinbezogen. „Anders wäre das finanziell auch absolut unmöglich. Aber wir sind sehr froh, dass uns das erneut gelungen ist.“ Wie viel das Ganze kostet, wollten die Brüder nicht verraten.

Die Idee zum groß aufgezogenen Public Viewing kam den Winkelbachs vor einigen Jahren. Sie wollten die Spiele im hemischen Garten auf einer Großleinwand schauen und schafften sich hierfür den Qube an. „Mit jedem Spiel wurden es mehr Gäste in unserem Garten“, sagen sie. Daher fassten sie den Entschluss, eine Spur größer zu denken. „Wir haben uns gesagt, wenn wir soetwas anbieten, dann machen wir das auch richtig“, sagt Uli.

Zum ersten Mal boten sie die Fußball-Party zur Europameisterschaft vor zwei Jahren an. „Das war ein Erfolg“, sagt Björn. Weit über 100 Besucher hätten das Angebot angenommen, gesungen, getanzt und gefeiert. „Ein unglaubliches Gemeinschaftsgefühl“, berichtete er weiter.

„In diesem Jahr wird die Veranstaltung aber nochmal einen ganzen Tick besser“, prognostiziert Uli Winkelbach. Der Grund? „Denn dieses Mal holen wir uns den Pott.“ Bis es aber soweit ist, haben die Brüder noch alle Hände voll zu tun. Aber dann soll die große Fußballparty steigen.

Von Nico Beck

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