Festival-Gelände erinnerte an Sumpflandschaft

Regentanz in Eschwege: Alligatoah und die Broilers beim Open-Flair

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Beim Open Flair 2017 in Eschwege: Der selbsternannte Schauspielrapper Alligatoah spielte mit fünfköpfiger Band vor begeistertem Publikum.

Eschwege. An eine Sumpflandschaft erinnerte das Open-Flair-Gelände am Freitag in Eschwege. Doch der Dauerregen machte den Besuchern nichts aus. Sie wollten Alligatoah und die Broilers sehen.

Mit Poncho und Gummistiefeln, oder einfach einem Bierchen mehr, war die Stimmung an den Bühnen ausgelassen.

Der selbsternannte Schauspielrapper Alligatoah flog mit seinem bewährten Bühnenbild-Heißluftballon „in den Himmel“, um von dort aus die ganze Misere auf der Erde zu beobachten. Seine fünfköpfige Band begleitete ihn mit Engelsflügeln bekleidet – musikalisch und in seiner beißend scharfen Kritik, die sich immer wieder mit absurd-überspitzem Humor abwechselt: In „Du bist schön“ (am Beauty- und Fitnesswahn unserer Zeit) und „Hab ich recht“ (an Universal-Nörgler, die sich in ihren Ausführungen widersprechen). Er schlüpft dabei in die Rolle eines Entertainers, der – wie auf einem Jahrmarkt – die Songs anmoderiert. Seine Rolle gelingt: Das Open-Flair-Publikum hatte einiges zu lachen – und zum Nachdenken.

Wie zu später Stunde in einer Kneipe: Das Flair von treuer Freundschaft und Beisammensein schaffte die Düsseldorfer Band Broilers – und das trotz des Dauerregens. Mit ihren hymnenartigen Songs über die Höhen, aber vor allem die Tiefen des Lebens, spielten sie sich schlagartig in die Herzen des Publikums.

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