1. Werra-Rundschau
  2. Eschwege

Allzeit bereit: Bislang keine Einsätze für die Feuerwehr des Festivals

Erstellt:

Von: Theresa Lippe

Kommentare

Die Zentrale der Freiwilligen Feuerwehr Eschwege beim Open-Flair-Festival: In 15 Schichten sind sie jeweils mit drei Einsatzkräften vor Ort, um den Brandschutz auf dem Campingplatz sicherzustellen.
Die Zentrale der Freiwilligen Feuerwehr Eschwege beim Open-Flair-Festival: In 15 Schichten sind sie jeweils mit drei Einsatzkräften vor Ort, um den Brandschutz auf dem Campingplatz sicherzustellen. © Freiwillige Feuerwehr Eschwege/Facebook

Seit Tagen hat es nicht geregnet, alles ist trocken. Schnell kann es zu einem Feuer kommen. Die Freiwillige Feuerwehr Eschwege ist beim Open Flair aber schnell zur Stelle.

Eschwege - Ohne sie geht beim Open Flair nichts – die Einsatzkräfte. Wir haben mit Sven Rathgeber gesprochen: Er ist Stadtbrandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr Eschwege und seit 2000 für die Feuerwehr beim Open Flair im Einsatz, in diesem Jahr erstmals in leitender Position.

„Bislang läuft alles nach Plan, auf dem Campingplatz ist es sehr ruhig“, sagt Rathgeber. Er sei zufrieden, die Camper würden fast alle ihre Grills vorbildlich ablöschen und hätten oft einen Eimer Wasser parat für eventuelle Notfälle. Trotzdem sind seine Kollegen im Einsatz.

„Drei Einsatzkräfte arbeiten in Acht-Stunden-Schichten für den Brandsicherheitsdienst auf dem Campingplatz“, erklärt Rathgeber. An den Bühnen seien es immer drei Kollegen, die sich alle vier Stunden abwechseln.

Sven Rathgeber Stadtbrand- inspektor
Sven Rathgeber Stadtbrandinspektor © Schellhase, Anna

Bisher – Stand Freitagnachmittag – hätte es keine Einsätze gegeben. Er hoffe optimistisch, dass das so bleibe. „Im Jahr 2019 hatten wir sehr ähnliches Wetter und da lief auch alles problemlos ab“, erinnert er sich. Meistens müsste die Feuerwehr auch eher zum Ende der fünf Festivaltage eingreifen, „einen großen Einsatz hat es aber seit vielen Jahren nicht mehr gegeben.“

Damit beim Open Flair aber alles glatt läuft, bedarf es einiges an Vorbereitung. Rathgeber: „Ich habe im Vorfeld über zehn Stunden geplant und eine 108 Seiten lange Alarm- und Ausrückungsordnung geschrieben.“ Diese sei wichtig, damit die Einsatzkräfte im Notfall wissen, wer für welches Gebiet und welchen Notfall zuständig sei.

Diese Einsatzkräfte fehlen im Tagesgeschäft. Damit auch Einsätze außerhalb des Open-Flair-Festivals gefahren werden können, helfen aktuell die Wehren aus Ober- und Niederdünzebach aus. „Wir versuchen, nicht durch die Mangelgasse und die Brückenstraße zu fahren, da dort zu viele Menschen unterwegs sind, aber wenn es nicht anders geht, müssen die im Notfall eben Platz machen.“

Sven Rathgeber betont, dass seine Feuerwehrkollegen natürlich alle das Open-Flair-Festival auch privat besuchen dürfen, wenn sie nicht für ihre Schicht eingeteilt sind. Rathgeber: „Die dürfen alle Spaß haben und halten sich aber trotzdem entsprechend zurück, sollte es einen Notfall geben.“ Er hoffe allerdings, dass so ein Notfall ausbleibe und das Open Flair ohne Feuer endet. (Theresa Lippe)

Auch interessant

Kommentare