Viele Menschen wollen im Alter zuhause bleiben

Neue Broschüre: Tipps, wie man möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen kann

Die Broschüre „Besser wohnen zu Hause“, die Landrat Stefan Reuß, Myriam Lamotte-Heibrock und Mirijam Holzhauer vorstellen, gibt Rat und Hilfe.
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Die Broschüre „Besser wohnen zu Hause“, die Landrat Stefan Reuß, Myriam Lamotte-Heibrock und Mirijam Holzhauer vorstellen, gibt Rat und Hilfe.

Auch im Werra-Meißner-Kreis möchten viele Menschen im Alter lieber in der vertrauten Umgebung ihrer eigenen vier Wände wohnen bleiben. Die Beratungsstellle des Kreises gibt Tipps.

„Heute gibt es zum Glück viele technische Lösungen, welche die Lebensqualität für allein lebende Senioren verbessern“, sagt Landrat Stefan Reuß. An manchen Stellen genügten aber auch schon ganz einfache Veränderungen, wie etwa Stolperfallen zu entfernen, um eine Verbesserung zu erreichen.

Die Broschüre

Alle Möglichkeiten, große und kleine, fasst die Broschüre „Besser wohnen zu Hause – Maßnahmen zur Wohnraumanpasssung“ der Beratungsstelle „Technik im @lter“ und dem Seniorenbüro/Pflegestützpunkt des Werra-Meißner-Kreises zusammen. „Unsere neue Broschüre macht einen Rundgang durch die Wohnung und erläutert dabei leicht verständlich und Raum für Raum alle Maßnahmen, die man treffen kann“, sagt Myriam Lamotte-Heibrock, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Jugend, Familie, Senioren und Soziales des Kreises.

Raum für Raum

Zum Beispiel kann schon vor der Haustür auf eine blendfreie Wegbeleuchtung mit Bewegungsmeldern geachtet werden, sodass die älteren Menschen Hindernisse frühzeitig erkennen. Im Bad können diese eine bodengleiche Dusche auch mit dem Rollstuhl befahren. Oder: In der Küche kann man mit einer herauszieharen Arbeitsplatte einen Arbeitsplatz zum Sitzen schaffen. 

Für Menschen mit beginnender Vergesslichkeit gibt es Herdüberwachungssysteme, die bei Überhitzung von alleine abschalten, um so Brände zu verhindern. In allen Zimmern sollte der Boden an kritischen Stellen rutschfest sein.

Sicherheit

Auch das Thema Sicherheit wird umfassend angesprochen, vom Hausnotrufsystem bis hin zu Hinweisen, wie alte Menschen erkennen können, wenn sie von Trickbetrügern zu Hause angerufen werden und wo sie Hilfe finden. 

In einer Notfallbox, die es in der Apotheke gibt, sollten alle gesundheitsrelevanten Informationen zu der allein lebenden Person stets im Kühlschrank hinterlegt werden. Denn dort kann der Rettungsdienst sie finden.

Die Finanzierung

Die Broschüre unterstützt Ratsuchende bei der Umgestaltung ihrer Wohnung. Im Seniorenbüro kann man sich auch persönlich informieren, etwa über die Möglichkeiten der Finanzierung. „Das ist ganz wichtig“, sagt Stefan Reuß. „Der Kreis verfügt über ein Kontingent zur Förderung von altersgerechten Umbaumaßnahmen zu Hause.“

Weitere Informationen

Die Broschüre „Besser wohnen zu Hause“ wird 2020 in allen Beratungsstellen und Gemeinden ausgelegt. Das Seniorenbüro/Pflegestützpunkt Werra-Meißner-Kreis befindet sich am Schlossplatz 1, in Eschwege. Ansprechpartner: Telefon 05651/ 302 2434 Mirijam Holzhauer, -1433 Ulrike Matthias, - 1434 Alexandra Sennhenn, - 1437 Mechthild Reith und - 1436 Stefan Vogt. Homepage: seniorennetz-wmk.de, dort gibt es die Bröschüre auch online, ebenso auf: total-lokal.de

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