Bildung, Erziehung und Betreuung

Schulamt und Kreis unterzeichnen Kooperation: Angebote für Schüler stärken

Unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung: Schulamtsleiterin Anita Hofmann und Landrat Stefan Reuß. Im Hintergrund: Heidi Bevern-Kümmel.
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Unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung: Schulamtsleiterin Anita Hofmann und Landrat Stefan Reuß. Im Hintergrund: Heidi Bevern-Kümmel.

Ein von Jugendhilfe und Schule aufeinander abgestimmtes Angebot von Bildung, Erziehung und Betreuung trägt zum Wohl der Schüler im Kreis bei – darüber sind sich Landkreis und zuständiges Staatliche Schulamt einig.

In dieser Woche haben Landrat Stefan Reuß und Schulamtsleiterin Anita Hofmann eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Konkret wird in der Vereinbarung die Zusammenarbeit der Sozialarbeit an Schulen – zuständig ist der Kreis als öffentlicher Jugendhilfeträger – sowie der unterrichtsbegleitenden Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte des Landes Hessen (Ubus) klar definiert.

„Beide Aufgabenfelder ähneln sich“, erläutert Schulamtsleiterin Anita Hofmann. Eine klare Abgrenzung voneinander sei nötig, „damit sich niemand auf den Füßen herumsteht“ oder sich gar in seinen Kompetenzen beschnitten fühle.

Zur Erläuterung: Die Sozialarbeit an Schulen hat im Werra-Meißner-Kreis eine lange Tradition. Begründet worden sei sie bereits vor rund 20 Jahren, führte Landrat Stefan Reuß aus. Sukzessive wurde sie aufgestockt, schließlich flächendeckend ausgebaut und ist heute sogar an den Grundschulen ein fester Bestandteil des schulischen Angebots.

„Die Unterstützung, die den Jugendlichen angeboten wird, reicht von Hilfestellung, wenn es Probleme mit den Eltern, Lehrern oder Mitschülern gibt, bis hin zum außerschulischen Freizeitbereich“, sagt Kai Siebert, im Werra-Meißner-Kreis erster Ansprechpartner in Sachen Jugendsozialarbeit. „Ubus“ meint dagegen die Tätigkeit der sozialpädagogischen Fachkräfte, die Schüler in ihrer allgemeinen und schulischen Entwicklung unterstützen und sie ganz individuell fördern. Weiterhin unterstützen sie die Lehrer direkt im Unterricht und sind bei der Koordination mit außerschulischen Einrichtungen behilflich.

Die Steuerung der Angebote der Sozialarbeit an Schulen liegt beim Fachbereich Familie, Jugend, Senioren und Soziales des Landkreises (Leiterin: Heidi Bevern-Kümmel). Finanziert wird sie jeweils zu einem Drittel durch das Staatliche Schulamt, den Werra-Meißner-Kreis und die jeweilige Standortkommune. Einmal jährlich finden Handlungsgespräche zwischen Schule, Kommune und Landkreis sowie kreisweite Trägergespräche statt.

Der Einsatz von unterrichtsbegleitender Unterstützung wird konzeptionell im jeweiligen Schulprogramm verankert und fachlich von dem jeweiligen Schulleiter verantwortet und gesteuert. Regelmäßig gibt es zudem Vernetzungstreffen der Ubus-Kräfte im Kreis. (esp)

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