Ortsbeirat will Stadtteil mit weiteren Fördermitteln verschönern

Anger in Niederhone jetzt Treffpunkt

Planungsgruppe: Der Ortsbeirat mit (von links) Jürgen Gonnermann, Norbert Wolf, Wolfgang Werner, Gabriele Kniese und Rudolf Baum plant schon die nächsten Projekte. Foto: Sagawe

Niederhone. Der Anger im Dorfzentrum hat sich längst zu einem Platz entwickelt, auf dem sich die Einwohner des Eschweger Stadtteils zu den unterschiedlichsten Anlässen treffen. Für Ortsvorsteher Jürgen Gonnermann war genau das das Ziel, als das Dorf vor acht Jahren in das Stadterneuerungsprogramm eingestiegen ist und eben dieses Projekt zum wichtigsten Vorhaben erklärt hat.

„Wir haben den Anger zum Ort der Begegnung machen wollen; das ist gelungen“, sagt Gonnermann. Gemeinsam mit seinen Kollegen aus dem Ortsbeirat strickt Gonnermann längst an der Umsetzung des neuen Sanierungsprogrammes, das die einfache Stadterneuerung nach acht Jahren ablöst.

In allen Eschweger Stadtteilen wird Dorferneuerung gefördert. Für private wie öffentliche Vorhaben gibt es Zuschüsse. „Wir planen einen Barfußpfad mit angegliederter Wassertretstelle in der Nähe der Turnhalle, wollen den Zaun auf der Kirchmauer erneuern und die Freifläche am evangelischen Gemeindehaus gestalten“, kündigt der Ortsvorsteher an.

Zahlreiche private Hauseigentümer hätten sich bereits nach den Fördermöglichkeiten erkundigt. Sie wollen ihre Gebäude modernisieren. Einer jungen Familie hat der Ortsbeirat den Weg zu einem eigenen Haus aufgezeichnet. Die Fördermittel und Eigeninitiative erlauben die Sanierung eines alten Hauses auch mit geringen eigenen Finanzmitteln.

Über das Vorgängerprogramm hat die Dorfgemeinschaft in Niederhone einiges bewegen können. Ein baufälliges Haus wurde abgerissen, 150 000 Euro flossen in die Demenz-Wohngruppe. Die alte Schule im Dorfkern wurde saniert. Örtliche Vereine haben darin Raum für ihre Aktivitäten gefunden. Fast zwei Millionen Euro wurden von privaten Investoren ausgegeben. Darin enthalten sind Zuschüsse in Höhe von mehr als 300 000 Euro.

In dieser Zeit ist auch der Bahnhaltepunkt entstanden. „Die Station ist ein richtiger Erfolg“, sagt Gonnermann. Viele Reisende würden in den Cantus einsteigen oder hier ankommen. Im Umfeld ist ein großzügiger Parkplatz entstanden, das Gelände öffnet sich zum Ort hin. Auch das ist für Gonnermann Dorfentwicklung, obwohl dieser Haltepunkt nicht über das Programm finanziert, aber nach Ideen des Ortsbeirates geplant wurde.

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