15 Anne-Frank-Schüler waren zum Austausch in den USA

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Austausch: die Anne-Frank-Schüler beim Besuch der Edgerton High School. Die Jugendlichen aus Eschwege verbrachten ereignisreiche Tage in den Vereinigten Staaten.

Die Anne-Frank-Schule in Eschwege bietet ihren Schülern viele Auslandserfahrungen. Ein Highlight ist das Austauschprogramm mit den USA.

Alle zwei Jahre fliegt eine Gruppe nach Wisconsin. Es flossen viele Tränen, als sie sich schließlich voneinander verabschieden mussten: Zuvor hatten die Teilnehmer des Austausches zwischen der Anne-Frank-Schule in Eschwege und der Edgerton High School zehn spannende und ereignisreiche Tage im amerikanischen Bundesstaat Wisconsin miteinander verbracht.

 „Wir sind in dieser kurzen, aber sehr intensiven Zeit zu echten Freunden geworden“, schwärmt etwa Neuntklässler Louis Horstmann von seinen Erfahrungen mit Austauschpartner Cameron und dessen Familie.

Zwei Wochen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten 

Beim Austausch geht es darum, vor Ort die amerikanische Lebensart, Kultur und Geschichte zu erleben. 15 Schüler waren jetzt für zwei Wochen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Die große Gastfreundschaft und Herzlichkeit machten es den Jugendlichen von der Anne-Frank-Schule sowie ihren Lehrkräften Monika Ruppert-Marquardt, Gerhard Marquardt und Melanie Salewski besonders leicht, im Alltag amerikanischer Familien mitzuhalten: Die Kinder haben jeden Tag bis zum späten Nachmittag Unterricht, danach Arbeitsgemeinschaften oder Sporttraining und am Abend häufig noch Spiele gegen andere Schulmannschaften. 

Erst danach werden die Hausaufgaben erledigt. „Das ist für die Jugendlichen dort ganz normal“, so Zehntklässlerin Pia Feldbusch über den langen Tag ihrer amerikanischen Gastschwester. „Fast alles dreht sich um die Schule, und das strukturiert auch das Leben der ganzen Familie.“

Im Gelben Schulbus auf Erkundungstour

Neben dieser Erkenntnis gewannen die deutschen Gäste ob des durch die High School organisierten anspruchsvollen Programms viele weitere Einblicke in die amerikanische Lebensart, Kultur und Geschichte. Nach einer großen Willkommensparty, in deren Verlauf die Anne-Frank-Schüler die Kunst des Kürbisschnitzens für Halloween erlernten, erkundeten sie von der Kleinstadt Edgerton aus in einem riesigen gelben Schulbus die Region.

In Milwaukee, der größten Stadt in der näheren Umgebung, ging es in den Miller Park, ein riesiges Baseballstadion. Hier konnten die Jugendlichen und ihre Lehrkräfte hinter die Kulissen schauen. Anschließend eroberten sie die Discovery World, ein naturwissenschaftlich-technisches Museum direkt am riesigen Lake Michigan. 

Auch einen Ausflug in die Hauptstadt gab es

Besonders in Erinnerung bleiben wird den deutschen Jugendlichen auch ihr Ausflug in die Hauptstadt des Bundesstaates Wisconsin. Das Capitol in Madison ist besonders prunkvoll, und auch der Campus der riesigen Universität beeindruckte die Gruppe.

Die Jugendlichen hatten außerdem viel Spaß im Kalahari Waterpark, besuchten das erfolgreiche Unternehmen Edgerton Gear und erlebten eine Führung durch das Milton-Haus. Hier erfuhren sie von der sogenannten Underground Railway, einem einst aus Gegnern der Sklaverei bestehenden Netzwerk, das Sklaven auf der Flucht aus den Südstaaten half. 

Massive Erweiterung der Sprachkenntnisse 

Auch ihre sprachlichen Kompetenzen erweiterten die Jugendlichen der Anne-Frank-Schule während ihrer Zeit in den USA massiv. Sie hielten in der High School selbst, aber auch in der Mittelstufe Präsentationen zu Deutschland und beantworteten fleißig Fragen dazu. So konnten auch einige Stereotype aufgelöst werden.

Besonders viel Spaß hatten die Neunt- und Zehntklässler aber an den Grundschulen der Stadt: Hier brachten sie den ersten bis vierten Klassen mit Spielen und Liedern sowie Bildern von Eschwege die deutsche Sprache und ihre Heimatstadt näher. Bevor es dann dorthin zurückging, lernten die Anne-Frank-Schüler noch einmal eine andere Facette der USA kennen: das Großstadtleben in Chicago, Illinois.

Gegenbesuch im kommenden Jahr ist schon geplant 

In der Windy City verbrachten sie drei weitere Tage und zeigten sich angesichts der atemberaubenden Millionenstadt zwischen Wasser und Wolkenkratzern ziemlich beeindruckt von Willis Tower, Art Institute und Lake Michigan. Der Gegenbesuch der Gruppe aus Edgerton an der Anne-Frank-Schule wird im kommenden Frühjahr stattfinden. red 

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