Echte Beamte geben Tipps 

Anrufer geben sich als falsche Polizisten aus 

Eschwege. Erneut haben sich in Eschwege unbekannte Anrufer als Polizisten ausgegeben, obwohl sie es nicht sind. Die Beamten raten zur Vorsicht.  

So wurde am Donnerstagvormittag in  vier Haushalten angerufen; so auch bei einer 80-Jährigen, die aufgefordert wurde, sich sofort zur Sparkasse Werra-Meißner zu begeben, um dort nachzufragen, ob es möglich wäre, sofort 10.000 Euro in bar abzuheben. Dieser Aufforderung kam die Angerufene nicht nach und informierte stattdessen die Polizei.

In einem anderen Anruf wurde gegenüber einem 71-Jährigen mitgeteilt, dass man eine rumänische Einbrecherbande festgenommen habe. Dort wären neben Einbruchswerkzeug auch Kontoauszüge der Sparkasse aufgefunden worden. So wurde versucht, Kontodaten zu erfragen, die der Angerufene nicht preisgab.

So oder ähnlich liefen auch die weiteren Anrufe ab, wie zum Beispiel am Mittwoch: Gegen 9.50 Uhr erfolgte ein Anruf bei einer 74-Jährigen aus Eschwege. Der Anrufer gab sich als Polizeibeamter der örtlichen Polizei aus und erklärte, dass es in unmittelbarer Nachbarschaft einen Einbruch gegeben habe. Die Angerufene widersprach dem und beendete ihrerseits das Telefonat.

Zehn Minuten später erhielt eine 85-Jährige aus Eschwege einen ähnlichen Anruf. Im Gespräch äußerte der angebliche Polizeibeamte, dass es in der Nachbarschaft Einbrüche gegeben habe. Diesbezüglich habe man ein Notizbuch mit den Daten der Angerufenen aufgefunden. Nach dieser Äußerung beendete die  85-Jährige ebenfalls das Gespräch und informierte die Polizei. Bereits im Januar hatte es vermehrt solcher Anrufe gegeben.

Tipps der Polizei

In diesem Zusammenhang wird nochmals darauf hingewiesen, dass bei Anrufen der örtlichen Polizei weder die Notrufnummer 110  noch die Festnetznummer 05651/9250  im Display angezeigt wird. Wenn die Angerufenen unsicher sind, sollen sie die 110 wählen. Dabei sollte jedoch nicht die Rückruftaste gewählt werden, da man so möglicherweise wieder bei den Betrügern landet. 

Zudem würde die Polizei niemals jemanden um Geldbeträge bitten. Am Telefon sollte auch nie über die persönlichen und finanziellen Verhältnisse gesprochen werden. "Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen" heißt es weiter von der Polizei. Am besten wäre es, den Hörer einfach aufzulegen. "Nur so werden Sie Betrüger los." 

Auflegen sollte man, wenn

- man sich unsicher ist, wer anruft; 

- der Anrufer nach persönlichen Daten und  finanziellen Verhältnissen fragt, zum Beispiel ob Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus sind; 

- der Anrufer einen auffordert, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben beziehungsweise Geld zu überweisen, insbesondere ins Ausland; 

- der Anrufer  einen dazu auffordert, zu Fremden Kontakt aufzunehmen, zum Beispiel zu einem Boten, der Geld und Wertsachen mitnehmen soll.

Rubriklistenbild: © imago stock&people

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