Staatsschutz ermittelt

Gasleitung angesägt: Anschlag auf Flüchtlingsunterkunft in Fuldatal

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Geplante Flüchtlingsunterkunft in Rothwesten: Unbekannte sägten in der Nacht eine Gasleitung an.

Fuldatal. Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft: Unbekannte haben in der Nacht die Zuleitung eines Gastanks in der Fritz-Erler-Anlage im Fuldataler Ortsteil Rothwesten angesägt.

Die Kasseler Polizei sucht nun nach Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben und möglicherweise Hinweise auf den oder die Täter geben können.

Laut Polizei haben Mitarbeiter des in der Anlage mit Wachschutzaufgaben betrauten Sicherheitsdienstes gegen 2 Uhr den Gasaustritt an einem Tank, der außerhalb zwischen dem ehemaligen Kasernengebäuden am Ikarusweg liegt, entdeckt. Die wenige Minuten nach Bekanntwerden am Einsatzort eintreffenden Wehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Fuldatal hatten das austretende Gas mit der Abschaltung der Zuleitungen schnell unter Kontrolle. Die Spurensuche der Polizeibeamten lasse aber keinen Zweifel an einer vorsätzlichen Straftat, so Werner. Unbekannte hatten offenbar die Zuleitung zum Tank angesägt, so dass Gas ausströmte. Zu einer Entzündung kam es nicht.

Die Fritz-Erler-Anlage grenzt nordöstlich an den Fuldataler Ortsteil Rothwesten. In der ehemaligen Bundeswehrkaserne haben sich einige Gewerbebetriebe angesiedelt. Derzeit werden einige Gebäude für die Aufnahme von Flüchtlingen ertüchtigt. Das am Ikarusweg gelegene Gebäude ist derzeit noch unbewohnt.

Die Beamten des für Staatsschutzaufgaben zuständigen ZK 10 der Kripo Nordhessen können eine fremdenfeindliche Straftat derzeit nicht ausschließen. Die Kripobeamten bitten Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben und Hinweise auf den oder die Täter geben können, sich unter Tel. 05 61/9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Kartenansicht: Die Flüchtlingsunterkunft

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