AOK und BKK: Versicherte im Kreis lassen sich länger krankschreiben

Werra-Meißner. Der Krankenstand unter den Versicherten im Werra-Meißner-Kreis ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Das bestätigen die beiden größten Versicherer im Kreis, die BKK Werra-Meißner und die AOK Hessen, gegenüber unserer Zeitung.

AOK-Versicherte waren im Jahr 2016 im Durchschnitt 23,6 Tage krankgeschrieben. Bei der BKK liegt der Wert bei 26,6 Tagen. Beide Werte seien eine deutliche Erhöhung.

Unter den Versicherten der AOK ist der Krankenstand von 6,2 Prozent im Jahr 2015 auf 6,5 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. „Das ist überdurchschnittlich stark“, sagt Klaus Herwig, AOK-Chef im Werra-Meißner-Kreis. Aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der BKK geht hervor, dass hier der Krankenstand 2016 auf 5,64 Prozent gestiegen war. 2015 waren es noch knapp fünf Prozent. Eine Erklärung können die beiden heimischen Krankenkassen nicht liefern. Auffällig sind aber die betroffenen Berufsgruppen. Bei der AOK hatte die Branche Verkehr und Transport den höchsten Krankenstand. Aus den Reihen der BKK waren die Informationsdienstleister, gefolgt vom Baugewerbe, am stärksten betroffen.

Beide Krankenkassen setzen deshalb auf die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), um Fehlzeiten vorzubeugen. „Unternehmen sind auf gesunde Beschäftigte angewiesen, da das Potenzial an Erwerbstätigen in Zukunft sinken wird“, sagt Herwig. Die Kassen erstellen passgenaue Konzepte für die Betriebe. „Die Maßnahmen reichen von Mitarbeiterbefragung über Vorträge, Seminare oder Kurse“, sagt Harald Klement, stellvertretender Vorstand der BKK Werra-Meißner. Eine bessere Gesundheit und höhere Motivation der Mitarbeiter sei die Folge.

AOK und BKK decken einen Großteil der Versicherten im Kreis ab. Bei der AOK sind rund 25.000 Menschen versichert, bei der BKK sogar fast 38.000. 

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