Arbeit der Verwaltung soll in Zukunft neu gesteuert werden

Werra-Meißner. Statt wie bisher über die Bereitstellung von Geld sollen die Verwaltungen der Kommunen künftig über Ziele gesteuert werden. Das ist der Plan der Doppik, welche seit zwei Jahren für die hessischen Kommunen bindend ist.

Während sich der Werra-Meißner-Kreis laut Pressesprecher Jörg Klinge bereits vor Jahren strategische Ziele, wie den Umgang mit dem demografischen Wandel, gesetzt hat und diese mit Masterplänen abarbeitet, ist die Umstellung in den meisten Kommunen im Kreis noch nicht erfolgt. Wie von der Doppik vorgegeben, werden zwar die einzelnen Teilbereiche wie der Betrieb von Friedhöfen als sogenannte Produkte mit Kennzahlen im Haushalt aufgeführt, strategische Ziele werden darin jedoch noch nicht definiert. „Ansätze gibt es, doch das Umdenken der Politik, aber auch in der Verwaltung ist noch nicht so weit, dass der Haushalt über Produkte gesteuert wird“, sagt Norbert Heinemann, Fachbereichsleiter Finanzen der Stadt Witzenhausen. So fehle noch die Erläuterung der abweichenden Plan-Ist-Zahlen durch den jeweiligen Produktverantwortlichen. Dieser Vergleich finde bisher noch im Teilhaushalt statt, den die Stadt zur besseren Darstellung ebenfalls noch anfertige.

Obwohl der Haushalt der Stadt Eschwege seit sechs Jahren 65 Produkte aufweist, die Zielgruppen, Grundsatzziele und operationale Ziele enthalten, sagt Hubert Küch, Fachdienstleiter Finanzen und Rechnungswesen: „Wir stecken noch in den Kinderschuhen.“ Auf eine Steuerung durch Ziele umzustellen, sei ein langer Prozess. Erschwerend für den angestrebten Vergleich mit anderen Kommunen komme hinzu, dass jeder Gemeinde freistehe, welche Produkte sie definiere. „Jeder macht es etwas anders.“ So würden manche Haushalte eine, andere drei Seiten für eine Produktbeschreibung enthalten. 

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