Stadtverordnetenversammlung muss den Bebauungsplan ändern

Arbeitsagentur plant Neubau in Eschwege

Eschwege. Die Agentur für Arbeit baut in Eschwege neu - wenn die Stadtverordnetenversammlung der Kreisstadt den Bebauungsplan an der Gartenstraße ändert. 

Nächsten Donnerstag befasst sich die Stadtverordnetenversammlung damit.

„Das ist für uns zunächst auch die Entscheidung für die Geschäftsstelle in Eschwege“, sagt Detlef Hesse, Leiter der Agentur für Arbeit in Kassel. Eschwege ist eine von vier Filialen der Kasseler Zentrale. Die übrigen Geschäftsstellen sind in Witzenhausen, Hofgeismar und Wolfhagen. Angesichts sinkender Arbeitslosenzahlen, so Hesse, stelle sich grundsätzlich schon die Frage der Präsenz in den Außenbezirken. Aber: „Wir wollen in der Fläche bleiben“, sagt der Agenturleiter. 

„Das ist eine gute Nachricht für Eschwege“, kommentiert Bürgermeister Alexander Heppe die Entscheidung. Es sei sehr gut, dass die Bundesanstalt für Arbeit am Standort festhält und bereit ist, hier zu investieren.

Der Neubau in Eschwege wird erforderlich, weil der Zustand der heute genutzten Räumlichkeiten nach Angaben Hesses nicht akzeptabel ist: „Der Wind pfeift durch alle Ritzen, und die Heizung läuft auch nur noch stundenweise.“ Das könne Mitarbeitern und Besuchern nicht länger zugemutet werden. 

Die Agentur hat zunächst überlegt, den Standort an der Gartenstraße aufzugeben und ein Gebäude an anderer Stelle zu mieten. Angesichts der zentralen Lage sei dann allerdings die Entscheidung für den Neubau gefallen. Sobald der Bebauungsplan angepasst ist, werden der Neubau geplant und der Altbau abgerissen. 

Hesse: „Wir wollen einen zweckmäßigen Verwaltungsbau, der besucherfreundlich ist und sich dem Ortsbild anpasst.“ Die Agentur für Arbeit beschäftigt in Eschwege 15 Mitarbeiter und betreut 470 Arbeitslose. Zum Service gehören auch Berufsberatung für Schulabgänger und Arbeitgeberbetreuung.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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