Mit Blick über den Fluss

Arbeitskreis Open Flair baut Gästehaus für 400.000 Euro an der Werra

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Neubau: Der Arbeitskreis Open Flair baut zwischen Werra und Mangelgasse in Eschwege ein Gästehaus mit insgesamt fünf Appartements.

Eschwege. Rechtzeitig vor dem Winter gehen die Arbeiten am Rohbau in den Endspurt. 400.000 Euro investiert der Arbeitskreis Open Flair in sein Gästehaus an der Mangelgasse in Eschwege.

Gegenüber der Kulturfabrik E-Werk entstehen vier Ein-Zimmer-Wohnungen für Auszubildende und Praktikanten sowie ein Gästeappartement mit Dachterrasse für Künstler.

Eine Hälfte der Kosten kommt aus dem Förderprogramm für den Stadtumbau, die andere finanziert sich durch Einnahmen aus der Vermietung der Räumlichkeiten. „Der Bedarf ist vorhanden“, sagt Open-Flair-Geschäftsführer Alexander Feiertag. Auszubildende und Praktikanten von Open Flair und Partnern kämen oft nicht aus Eschwege und würden bezahlbaren Wohnraum suchen. Bei den regelmäßigen Künstlerauftritten im E-Werk biete sich auch die Gästewohnung im obersten Stockwerk an.

Wegen des wenig festen Untergrundes direkt an der Werra waren die Planungs- und Bauarbeiten nicht ganz einfach. 28 Betonpfähle mussten zwischen fünf und acht Meter in den Untergrund getrieben werden, um ausreichende Standfestigkeit für die Bodenplatte zu erreichen. Wegen der räumlichen Enge kam ein riesiger Kran zum Einsatz. „Die Kalkulation passt trotzdem, wir halten den Kostenrahmen ein“, so Feiertag.

Alle Wohnungen werden von der Werraseite über Außentreppen und Balkone erschlossen. Die gesamte Ausrichtung wendet sich nach Süden. Feiertag: „Wir werden Sonne von morgens bis abends haben und einen herrlichen Blick auf die Stadt mit dem Schulberg.“ Die Zwischendecken im Neubau werden selbsttragend sein; die Etagen sind somit flexibel aufteilbar. Die Zimmerwände werden in Trockenbauweise hergestellt. Damit kann zu einem späteren Zeitpunkt und bei Bedarf mit geringem Aufwand umgebaut werden. 

Aktuell hat der Arbeitskreis nach Angaben Feiertags keinen Bedarf an zusätzlichem Büroraum. Das kann sich aber ändern. Auf Wohnräume im Erdgeschoss wurde bewusst verzichtet. Die Hochwassergefahr in unmittelbarer Nachbarschaft zur Werra ist groß. Und durch die Lage direkt an der Mangelgasse fehlt bei Erdgeschosswohnungen Abstand.

Die vier Wohnungen im ersten und zweiten Stock sind jeweils 36 Quadratmeter groß, das Appartement in der Dachetage misst etwa 50 Quadratmeter zuzüglich einer 20 Quadratmeter großen Terrasse.

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