Christian Heuckeroth aus Aue setzt weltweit Millionenprojekte im Chemieanlagenbau um

+
Viele wertvolle Erfahrungen gesammelt: In Singapur arbeitete Christian Heuckeroth (hinten) zwei Jahre. Hier hatte er bei der Projektbetreuung „fachliche und technische Verantwortung im multikulturellen Umfeld“, wie er es selbst beschreibt. Die Zeit im Ausland habe ihn geprägt. 

Aue. Dass Christian Heuckeroth einmal Chemie und Physik studieren würde, wird einen besonders überraschen: seinen Physiklehrer aus der elften Klasse am Beruflichen Gymnasium. Der hatte ihm in Physik eine glatte Sechs im Zeugnis gegeben. Christian Heuckeroth musste deswegen eine Ehrenrunde drehen.

Geschadet hat es scheinbar nicht. Heute ist Christian Heuckeroth bei Weltfirmen beschäftigt und realisiert Millionen-Projekte im Chemieanlagenbau.

Sein jüngstes Großprojekt hat in der Branche für einiges an Aufsehen gesorgt. Für den Europa-Zweig seines brasilianischen Arbeitgebers Braskem baute er im rheinländischen Wesseling das „European Technology Center“ (ETC). Hier wird das Granulat Polypropylen (PP) den Wünschen entsprechend angepasst. Den Auftraggebern wird so geholfen, das richtige Material für ihre Produkte auszuwählen. Um diese Dienste anzubieten, wurde neu gebaut. Fünf Millionen Euro standen Christian Heuckeroth zur Verfügung, das Projekt umzusetzen. Auf 1250 Quadratmetern entstanden mehrere Büroräume und drei Labore. Das Besondere: Nur eineinhalb Jahre vergingen von der Idee bis zur Eröffnung. Normal seien im Chemieanlagenbau drei bis fünf Jahre. „Da hat die Konkurrenz gestaunt“, sagt Heuckeroth.

Seine Erfahrung, solche Großprojekte umzusetzen, hat sich Heuckeroth im Ausland geholt. Vor sechs Jahren wagte der 39-Jährige den Schritt für seinen damaligen Arbeitgeber Lanxess ins Ausland. Belgien, Kanada, China und Singapur waren seine bisherigen Stationen. Am längsten, über zwei Jahre, verbrachte er in Singapur. Hier war er an Projekten mit einem Gesamtvolumen von rund 400 Millionen Euro beteiligt.

Wie ihm die Arbeit im Ausland gefallen hat und was er dabei für das Leben lernte, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der Werra-Rundschau.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare