Verkürztes Angebot an Alexander-von-Humboldt-Schule

Auf in die Ferien: Betreuung statt Spiele in Eschwege

Auf die Bühne, fertig, los: Die Ferienbetreuung in Eschwege hat begonnen und die Kinder proben und spielen auf dem Hof der Alexander-von-Humboldt-Schule.
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Auf die Bühne, fertig, los: Die Ferienbetreuung in Eschwege hat begonnen und die Kinder proben und spielen auf dem Hof der Alexander-von-Humboldt-Schule.

Eigentlich sollten auch in diesem Jahr wieder Hunderte Kinder durch das Abenteuercamp am Leuchtberg-Felsenkeller stürmen, stattdessen machte die Corona-Pandemie auch den Ferienspielen einen Strich durch die Rechnung.

So findet in diesem Jahr eine abgespeckte Ferienplanung statt. Eine Betreuung mit 30 Plätzen pro Woche, die auch zeitlich verkürzt werden musste, war einzig unter den geltenden Corona-Beschränkungen möglich. Dass trotz der Einschränkungen eine Betreuung angeboten werden kann, ist für die Organisatoren der Stadt Eschwege, der Alexander-von-Humboldt-Schule und der Jugendförderung der Kreisstadt ein wichtiges Zeichen.

„Wir dürfen nicht die Köpfe in den Sand stecken“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe. Für ihn und die Organisatoren der Ferienbetreuung ist das Angebot in den Sommerferien ein wichtiger Baustein bei der Vereinbarkeit von Familie und Karriere. „Gerade in den letzten Wochen haben Eltern oft Urlaub nehmen und bei ihren Kindern bleiben müssen, da brauchen sie diese Zeit jetzt“, erklärt Rigobert Gaßmann, Magistrat der Stadt Eschwege.

Buntes Programm von 8 Uhr bis 13 Uhr

Dabei versucht das Team der Ferienspiele, allen Eltern, die auf eine Betreuung der Kinder angewiesen sind, auch einen Platz anbieten zu können. „Wir haben nur wenige Kinder auf der Warteliste, bei dringenden Fällen konnten wir meistens einen Platz vergeben“, berichtet Sozialpädagogin und Koordinatorin Paula Zacher.

Gemeinsam mit ihrem Team hat Zacher trotz der Beschränkungen auch in diesem Jahr ein buntes Programm geplant. Trotz kürzere Betreuungstage und mit Rücksicht auf die Hygienevorschriften ist von acht bis 13 Uhr Werken und Malen, Drinnen und Draußen angesagt und auch auf Ausflüge wollen die Organisatoren nicht verzichten.

Ehrenamtliche Hilfskräfte werden gerne gesehen

Kleine Abenteuer warten auf die Kinder beim Eltern-Kind-Klettern und Kanufahren. Wissenswertes lernen die Kleinen bei Stadtführungen und Bildungsveranstaltungen der Volkshochschule. Spaß und Kreativität sind in der Kunstwerkstatt, der Holzwerkstatt und bei Veranstaltungen der Evangelischen Familienbildungsstätte sicher. Aufgrund der Abstandsbeschränkungen sind die Kinder in zwei Gruppen unterteilt.

Für die Betreuung der kleinen Abenteurer steht Schulsozialarbeiter Martin Hoffmann von der Anne-Frank-Schule dem Team von Paula Zacher zur Seite. Außerdem verstärken vier ehrenamtliche Hilfskräfte das Betreuungsteam. „Ich freue mich immer über neue Bewerbungen“, beteuert Zacher. Schon ab einem Alter von 13 Jahren können sich Jugendliche als Teamer bewerben, so die Sozialpädagogin.

Jeder der Freiwilligen bekommt dann eine Kurzausbildung und kann sich für die Zeit der Ferienspiele bewerben. Das ehrenamtliche Engagement werde jedes Jahr gerne angenommen, so Zacher.

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