Aufgepeppter Märchenklassiker

Kindgerechte Version von Aschenputtel verzaubert in der Eschweger Stadthalle

Aschenputtel und der Prinz: Die Schauspieler überzeugten das Publikum. Foto:  Pujilua

Eschwege. Die vielen Mamas und Papas sowie Omas und Opas waren mit einer großen Kinderschar gekommen – insgesamt etwa dreihundert Zuschauer, die zwei Stunden lang an diesem Freitagnachmittag ein hübsches Märchenmusical erlebten.

Das Bochumer Theater für Kinder „Liberi“, das schon einmal mit Schneewittchen in Eschwege gastiert hatte, kam dieses Mal mit einer mit vielen flotten Songs aufgepeppten Version des Märchenklassikers Aschenputtel – eine kindgerechte Version, ohne einige Elemente bei den Grimms. Bei „Liberi“ ist die Stiefmutter zwar böse, aber kein Monster. Und Aschenputtels (hier einzige) Stiefschwester ist im Grunde ein ganz liebes Mädchen, das auf der Seite von Aschenputtel steht.

Sonst läuft alles wie bekannt. Aschenputtel kann mit Hilfe einer Fee auf den Schlossball gehen, wo der Prinz sich Hals über Kopf in sie verliebt. Und der Schuh, den sie beim Verlassen des Balls verloren hat, wird nur ihr passen. Und so geht das Stück unaufhaltsam seinem Happy End entgegen.

Das Publikum genoss eine rasante Inszenierung, eingerahmt in einem farbenfrohen Bühnenbild. Das sechsköpfige Ensemble, alle erfahrene Musical-Spezialisten, überzeugte mit viel Engagement und Spielfreude. Und sie sangen die popartigen Songs mit hübscher Stimme – eingängige Melodien mit lebensbejahenden Texten, die mit Backgroundbegleitung interpretiert wurden. Und getanzt wurde auch auf der Bühne.

Ein hübsches Märchenspektakel mit einer bezaubernden Aschenputtel (Silvana Schollmeyer), die ihre Rolle mit Anmut und Gefühl richtig märchenhaft gestaltete – und die als Preis für ihre Geduld und Güte zum Schluss den smarten Prinzen (Markus Peters) bekam – eben so, wie es in den alten Märchen gang und gebe ist.

Eine schöne Veranstaltung, die nicht nur auf der Bühne lief: In der Pause wurden die kleinen Besucherinnen, die es wünschten, von Frauen des Ensembles mit „Tattoos“ geschmückt.

Die Kinder verfolgten das Bühnengeschehen mit aufgeregter Spannung und auch die Erwachsenen hatten viel Spaß dabei. Der Schlussapplaus war lang anhaltend und laut.

Von Francisco Pujiula

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