Immer weniger jugendliche Bewerber für freie Stellen im Kreis

68 Ausbildungsplätze sind noch nicht besetzt

Eschwege. Im Werra-Meißner-Kreis sind noch 68 Ausbildungsplätze unbesetzt. Zwei Tage vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres hält die Arbeitsagentur in Eschwege noch Stellen - vor allem in gastronomischen Berufen - bereit. Für diese Ausbildungsplätze könne man sich noch immer bewerben, teilt der Teamleiter der Vermittlung für Eschwege und Witzenhausen, Uwe Kümmel, mit. Die Betriebe würden die Auszubildenden auch noch zum 1. September einstellen.

Fleischer, Tierpfleger, Steuerfachangestellter oder Mediengestalter: Die Bandbreite der 68 Ausbildungsstellen, die die Agentur für Arbeit noch im Angebot hat, ist groß. „Eigentlich sollte für jeden etwas dabei sein, oftmals passen Job und Bewerber aber nicht zusammen“, sagt Uwe Kümmel. 114 junge Menschen im Kreis sind bislang noch ohne Ausbildungsplatz.

Kümmel beklagt, dass es immer weniger Bewerber für die Stellen gibt. Durch die sinkende Bevölkerungszahl verringere sich per se die Zahl derer, die eine Ausbildungsstelle suchen. Hinzu kommt, dass immer mehr Realschüler nach der Mittleren Reife eine weiterführende Schule besuchen würden. „Die Abgänger mit ihren 16 oder 17 Jahren brauchen eine längere Phase der Orientierung“, sagt Kümmel. „Sie wollen noch nicht so früh in den Beruf einsteigen.“ Eine Tendenz, die die Berufsberater der Agentur für Arbeit teilen. „Es fehlt an Ausbildungsreife.“ Viele Jugendliche seien indes nicht so mobil, um eine weit entfernte Stelle anzutreten. Im Werra-Meißner-Kreis wurde bereits angedacht, junge Menschen aus anderen Ländern anzuwerben, wie es im Kreis Waldeck-Frankenberg schon der Fall ist.

Unter den Bewerbern seien vor allem kaufmännische und verwaltende Berufe gefragt. „Die Aussichten hier einen Job zu finden sind schlecht“, sagt Kümmel. Besonders gesucht seien zurzeit Nahrungsmittelverkäufer, Köche oder Restaurantfachkräfte. Die Ausbildungsbetriebe suchen übrigens jetzt schon für 2014. (ts) Zum Tage, Seite 2

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