Bauwirtschaft

Ausbildungszentrum investiert 710 000 Euro

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Eschwege. Das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft in Eschwege investiert 710 000 Euro in neue Technik. „Handwerk muss genau sein", sagt Ausbildungsleiter Heiko Schilling. Grund genug für die Innung, moderne Mess- und Regeltechnik für die Ausbildung des Branchen-Nachwuchses anzuschaffen.

Investitionsziel und Schwerpunkt: Die praktische Ausbildung wird auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Zum Teil noch aus den Anfängen des Ausbildungszentrums in den siebziger Jahren stamme die Ausstattung, berichtet Schilling. Gerade in jüngster Zeit hätten sich Entwicklungen schnell verändert. „Für gute Ausbildung benötigen wir moderne Technik.“

Die Gesamtinvestition in Höhe von 710 000 Euro wird zu 90 Prozent vom Bundesinstitut für Berufsbildung gefördert. Die übrigen gut 70 000 Euro finanziert die Bauinnung Werra-Meißner aus eigenen Mitteln. Mit einer hochwertigen Wärmebildkamera beispielsweise werden die Auszubildenden in Zukunft Kältebrücken auf der Spur sein. „Die Energieschutzverordnung spielt im Baugewerbe eine große Rolle“, erklärt Schilling. Ein neues Betonlabor erlaubt modernste Analyseverfahren zur Qualitätsermittlung. In dem Labor werden Proben von Betonbauwerken auf Festigkeit und Elastizität untersucht. Absolut praxisorientiert sei das Verfahren, sagt Schilling. Bei Betonbauwerken ist die Herstellung eines Probewürfels zur späteren Qualitätskontrolle obligatorisch.

Neue Technik erlaubt in Zukunft die Visualisierung von Fehleranalysen, was nach Schillings Einschätzung zu sensiblerem Umgang mit Schwachstellen führt. Die Geräte sind zum Teil bereits in Gebrauch, teilweise laufen aber auch noch die Ausschreibungs- und Submissionsverfahren. Bis Mitte des Jahres soll der Modernisierungsprozess in dem Ausbildungszentrum abgeschlossen sein.

Von Harald Sagawe

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