Auszubildende des Eschweger Unternehmens Sahm entwickeln Schlauchschneidemaschine

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Vor ihrem Tubecut: Die Sahm-Auszubildenden René Rimbach, Marco Dietrich und Nick Degenhardt (vorne, von links) mit Jürgen Rabe, Peter Meier, Volker Schmiedel, Bernhard Wuermeling und Frauke Syring (hinten, von links).

Eschwege. Eine Maschine bauen, die Pneumatik-Schlauchstücke für die Spulgeräteproduktion nicht nur schnell, sondern auch ganz präzise und rund um die Uhr produziert, das war die Aufgabenstellung der drei Auszubildenden René Rimbach, Marco Dietrich und Nick Degenhardt bei Sahm in Eschwege.

Jetzt ist die Maschine fertig, und die drei jungen Mitarbeiter vertreten mit ihrem Tubecut das Eschweger Unternehmen und die Region beim sechsten Nachwuchswettbewerb „Meine Zukunft“ des Verbands hessischer Metall- und Elektrounternehmen.

„Die Aus- und Weiterbildung sind uns sozial- und regionalbedingt besonders wichtig“, erklärt Geschäftsführer Bernhard Wuermeling. „Daher ist die Maschine, die die drei jungen Mitarbeiter gebaut haben, eines der Projekte, die mir besonders Spaß machen. Denn hier konnten sie das Wissen, das sie in den drei Jahren ihrer Ausbildung bei Sahm mitgenommen haben, selbst umsetzen.“ Verbandssprecherin Frauke Syring ergänzt: „Das ist genau das, was der Wettbewerb honorieren möchte.“

„Meine Zukunft“ sei ein Innovationswettbewerb, der den jungen Leuten eine Plattform bieten will, sich selbst zu erproben, neue Dinge auf den Markt zu bringen oder Abläufe und Prozesse in Produktion und Administration zu optimieren, erklärt sie. Dass die neue Maschine aber nicht nur Spinnerei ist, beweist nicht zuletzt der Einsatz im Produktionsablauf von Sahm. „Früher hat ein Facharbeiter die Schläuche mit der Hand zugeschnitten. Diese zeitintensive Arbeit war nicht beliebt“, berichtet Ausbildungsleiter Jürgen Rabe. Der Arbeiter habe jetzt für wichtigere Dinge Zeit. Und das Gerät, das nahezu millimetergenau schneide, erspare Sahm so Verschnitt und damit Geld.

„Nach einem Jahr haben sich die Entwicklungskosten von 5000 Euro amortisiert“, rechnet Wuermeling vor. Der Tubecut könne kinderleicht und damit von jedem Arbeiter bedient werden, erklärt der Geschäftsführer.

Von Wolfram Skupio

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