Autobahn belastet auch Eschwege  - mehr Verkehr durch A 44

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Viel befahren: Die Niederhoner Straße in Eschwege zählt zu den verkehrsreichsten Durchgangsstrecken in der Kreisstadt. Das Verkehrsaufkommen hat nach Ansicht der Eschweger Kommunalpolitiker stark zugenommen. 

Mit der Fertigstellung der Autobahn A44 und der Anschlusstellen bei Wehrtal-Hoheneiche wird auch das Verkehrsaufkommen in Eschwege zunehmen, befürchtet die Stadt. 

Eschwege – „Wir bekommen die Folgen des Autobahnbaus deutlich zu spüren, und für die folgenden Generationen wird es noch deutlicher“, sagte Siegfried Fiegenbaum am Donnerstagabend während einer Sitzung der Eschweger Stadtverordnetenversammlung. Die Linke hatte die Auswirkungen des Autobahnbaus auf das Verkehrsaufkommen in der Kreisstadt thematisiert, außerdem Information und Diskussion im Bau- und Umweltausschuss gefordert. Die übrigen Stadtverordneten sehen den Gesprächsbedarf ebenfalls und überwiesen den Tagesordnungspunkt einstimmig an den Ausschuss.

Niederhone Straße besonders belastet

Gerade an der Niederhoner Straße würden viele Betroffene wohnen, sagte Bernhard Gassmann (Die Linke). „Die Gesundheitsbelastungen sind nicht zu unterschätzen“, so der Fraktionsvorsitzende. Er forderte den Bau der Umgehungsstraße, der mit einem Flächenverbrauch auf weniger als 800 Metern verbunden sei – ein vertretbarer Eingriff für Gassmann. Dass die Umfahrung nicht längst geplant und gebaut ist, stößt bei SPD-Fraktionschef Alexander Feiertag auf Unverständnis. „Der Magistrat muss das regelmäßig von den Behörden einfordern“, so Feiertag.

Eltmannshausen und NNiddawitzhausen bekommen starken Verkehre deutlich zu spüren

Zusätzliches Verkehrsaufkommen durch die inzwischen teilweise befahrbare Autobahn 44 trifft vor allem die Eschweger entlang der Durchgangsstrecken. Die Niederhoner Straße gehört zu den viel und auch vom Schwerverkehr belasteten Routen. Die Max-Woelm- und die Reichensächser Straße, ebenso die Stadtteile Eltmannshausen und Niddawitzhausen zählen ebenfalls dazu. Die schon vor Jahrzehnten gewollte Nordumfahrung ist über die Planungsphase nicht hinausgekommen.

Keine Stabsstelle Klimawandel für Eschwege

Die von der SPD geforderte und im höheren Dienst anzusiedelnde Stabsstelle Klimawandel wird es nicht geben. Die Koalition mit CDU, FWG und FDP lehnte den von Grünen und Linken gestützten SPD-Antrag mit ihrer Mehrheit ab. Bürgermeister Alexander Heppe hatte zuvor erklärt, dass der Antrag seine Organisationshoheit berühre und er einem solchen Beschluss widersprechen würde.

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