Trotz des ins Wasser gefallenen Samstags war EAA am Sonntag Publikumsmagnet

Autos auf Feuchtwiesen

Elektroflitzer: 80 Kilometer pro Stunde fährt der Twizy. Nach 100 Kilometern muss er aber wieder aufgeladen werden. Jannik und Benjamin haben schon einmal Probe gesessen. Foto: W. Skupio

Eschwege. Nicht vom Regen in die Traufe, sondern sogar in leichten Sonnenschein, kam am Sonntag die Eschweger Automobilausstellung (EAA), die dieses Jahr erstmals am Ufer des Werratalsees stattfand.

Denn während sich am Samstag witterungsbedingt nur wenige hundert Menschen zum neuen Messeplatz am See verirrten, bestaunten am Sonntag mehrere Tausend Autointeressierte die ausgestellten Wagen.

„Gestern war es furchtbar, heute ist es schön“, resümmierte Eschweges Stadtmarketingbeauftragter Wolf-Dietrich von Verschuer schon am Sonntag Mittag und auch ein Autoverkäufer, der das Wetter tags zuvor noch mit „Scheiße“ kommentierte, blickte angesichts der Besuchermassen wieder fröhlich drein. Samstag seien die Gespräche mit den Kollegen das Schönste gewesen, sagt Detlev Gollhardt vom gleichnamigen Autohaus am Hessenring.

Kein Wunder, zum einen hatten die Autoexperten angesichts der niedrigen Besucherzahlen Zeit zum Austausch und andererseits hatte Gollhardt mit seinem rollenden Beratungsbüro den trockensten Stand inklusive Kaffeemaschine, wogegen andere Aussteller lediglich Stehtische und Sonnenschirme aufgebaut hatten. „Wir wollen heute nur mal gucken, es gibt ja schöne Autos hier“. Das haben sich neben Theresa Biehl aus Frieda sicher auch viele andere Besucher gedacht, denn außer Neu- und Gebrauchtwagen sowie Motorrädern gab es auf der EAA natürlich auch etwas für das leibliche Wohl, außerdem Gewinnspiele, Kinderkarussell, Hüpfburg und kleine Präsente. Damit bewies die EAA auch am neuen Standort ihren Charakter als Familienfest.

Bilder von der Autoschau

Bilder von der EAA am Werratalsee

In der Innenstadt seien viele Besucher zufällig während des Einkaufs vorbeigekommen, während sie nun direkt wegen der EAA zum See kämen, erklärte Skoda-Berater Andreas Sülzner, der außerdem das Ambiente lobte. Die Lage am See bot den Händlern nämlich die Möglichkeit, erheblich mehr Autos zu präsentieren, als dies in der Innenstadt möglich war, so dass mancher Kunde zuschlug und seinen Wagen direkt vom Messegelände wegkaufte. Auto und See, das passte zusammen und bildete laut von Verschuer eine „wunderbare Atmosphäre“. Nur etwas trockener hätte es sein können.

Von Wolfram Skupio

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