1. Werra-Rundschau
  2. Eschwege

Eschweger Lastwagen brennt unter Hamburger Bahnhalt und legt S-Bahn-Verkehr lahm

Erstellt:

Von: Tobias Stück

Kommentare

Behinderungen: Der Hamburger S-Bahnverkehr über die Elbe zwischen Wilhelmsburg und Hammerbrook bleibt nach einem LKW-Brand an der Station Elbbrücken vorerst gestört.
Behinderungen: Der Hamburger S-Bahnverkehr über die Elbe zwischen Wilhelmsburg und Hammerbrook bleibt nach einem LKW-Brand an der Station Elbbrücken vorerst gestört. © Daniel Bockwoldt/dpa

Ein Millionenschaden ist in Hamburg durch eine Eschweger Spedition entstanden. Deren Lastwagen brannte und der Rauch zog so ungünstig, dass der U-Bahnhof Elbbrücken zeitweise gesperrt werden musste.

Hamburg/Eschwege – Der brennende Lkw einer Spedition aus Eschwege hat in Hamburg einen Millionenschaden verursacht und den S-Bahnverkehr in der Hansestadt stark eingeschränkt, teilweise sogar lahmgelegt. Der Vorfall hatte sich bereits vor zwei Wochen ereignet. Erst jetzt wurde bekannt, dass ein Lastwagen aus Eschwege wohl Auslöser war. Laut Hamburger Polizei könnte ein technischer Defekt den Brand des Lkw ausgelöst haben. Verletzt wurde niemand.

Der Unfall hat sich am 8. August gegen 6 Uhr morgens ereignet. Ein Gespann der Eschweger Spedition war auf der Hamburger Zweibrückenstraße zum Hafen unterwegs, als ihn der Fahrer eines anderen Fahrzeugs auf die Flammen am Führerhaus aufmerksam machte. Der Lkw-Fahrer habe nach Angaben der Polizei seinen Laster sofort zum Stehen gebracht – unter der Brücke an der Bahnstation Elbbrücken. „Die Luftleitung war durch die Hitze geplatzt, der Lkw hat automatisch gestoppt, er konnte nicht mehr weiterfahren“, sagt Tobias Vogelei, Geschäftsführer des Unternehmens.

Behinderungen: Der Hamburger S-Bahnverkehr über die Elbe zwischen Wilhelmsburg und Hammerbrook bleibt nach einem LKW-Brand an der Station Elbbrücken vorerst gestört.
Behinderungen: Der Hamburger S-Bahnverkehr über die Elbe zwischen Wilhelmsburg und Hammerbrook bleibt nach einem LKW-Brand an der Station Elbbrücken vorerst gestört. © Daniel Bockwoldt/dpa

Polizei und Feuerwehr waren ab 6.15 Uhr vor Ort, um Feuer und Rauch zu bändigen. Der U-Bahnhof Elbbrücken wurde an jenem Montag zwischenzeitlich von der Polizei komplett geräumt, auch der Verkehr der U4 zwischen Elbbrücken und Hafencity war ausgesetzt. Die Polizei war mit zehn Streifenwagen vor Ort, die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit rund 40 Personen im Einsatz. Nach der Vollsperrung hatten die S3 und S31 am frühen Dienstag, 10. August, ihre Fahrten wieder eingeschränkt aufgenommen. Bis zum heutigen Tag gibt es Behinderungen.

Millionenschaden in Hamburg: Lastwagen von Eschweger Spedition brennt

An der Brücke für das Streckengleis in Richtung Hauptbahnhof müssen nach dem Brand umfangreiche Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden. Das teilt die Deutsche Bahn (DB) auf ihrer Internetseite mit. Stahl, Widerlager und Lager der Brücke wurden durch die enorme Hitze erheblich beschädigt. Mehrere Stahlträger müssen nun erneuert oder ausgetauscht werden. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis zum 18. September andauern. Für die Reparaturen wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet. Pendler, die vom Süden der Elbe kommen, berichteten von chaotischen Zuständen. Täglich nutzen nach Angaben des NDR mehrere Zehntausend Menschen diese Strecke.

Eine exakte Schadenshöhe steht noch nicht fest. Derzeit wird der ausgebrannte Laster von Gutachtern intensiv untersucht, um die Brandursache zu klären. „Unsere Autos werden immer strikt nach herstellervorgaben gewartet“, sagt Vogelei. Auch eine Schuld des Fahrer schließt er aus. „Die Sicherheit meiner Mitarbeiter ist uns heilig.“ Von Tobias Stück

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion