Bankgeschäfte mit Tablet: Sparkasse eröffnet Samstag neue Hauptstelle

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Demonstrieren das neue Kundenverhalten: In Zukunft werden die Bankgeschäfte bei der Sparkasse Werra-Meißner vielfach mit dem Tablet erledigt, sind sich die Vorstandsmitglieder Frank Nickel und Marc Semmel sicher. Die Mitarbeiter helfen bei der Umstellung. Hingucker der neugestalteten Hauptstelle an der Friedrich-Wilhelm-Straße ist der 15 Quadratmeter große Kundenmonitor. 

Eschwege. Am Samstag um 11 Uhr eröffnet die Sparkasse Werra-Meißner ihre neu konzipierte Hauptstelle an der Friedrich-Wilhelm-Straße in Eschwege. Das Beratungscenter wurde digitalisiert.

Die Linien sind klar und modern, der Eingangsbereich wirkt modern und aufgeräumt. Die Kunden der Sparkasse Werra-Meißner erwartet ab Samstag eine überarbeitete Hauptstelle an der Friedrich-Wilhelm-Straße. Dabei wurde nicht wegen neuer Farbe und modernen Möbeln umgebaut: Das Konzept der Geschäftsstelle hat sich gewandelt. Wir stellen die Geschäftsstelle in Zahlen vor

1 Empfang dient als Anlaufstelle für alle Kunden, die das Gebäude betreten. Hier werden die Wünsche der Kunden von den Sparkassen-Angestellten kanalisiert. Für Veranstaltungen sei die Empfangshalle ideal – auch Vereine sollen den Raum nutzen können. „Wir wollen die Sparkasse mehr ins gesellschaftliche Leben integrieren“, sagt Vorstandsmitglied Marc Semmel. Weggefallen sind die einzelnen Beratungsinseln. „Wir haben in der Vergangenheit gemerkt, dass sie nicht mehr zeitgemäß sind“, sagt Semmel. Vom Empfang werden die Kunden dann an die Berater oder in den Selbstbedienungsbereich weitervermittelt. „Im Zweifel gehen die Kollegen auch mit an dem Terminal oder den Geldautomaten.“

1 Selbstbedienungsbereich gibt es jetzt. Neben Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker gibt es dann Tablets, mit denen die Kunden ihre Bankgeschäfte erledigen können. Auch hier wird es Unterstützung von den Mitarbeitern geben. „Wir gehen davon aus, dass wir in der nächsten Zeit viele Hilfestellungen geben müssen“, sagt Vorstand Frank Nickel. Diese Investition werde sich aber lohnen. WLAN ist für die Kunden im gesamten Haus verfügbar.

2 Bauabschnitte sind für den Umbau der Hauptstelle in der Friedrich-Wilhelm-Straße geplant. Nach dem Erdgeschoss wird ab nächster Woche die Galerieebene umgebaut. Diese Arbeiten sollen noch bis Oktober dauern. Der Gesamtumbau dauert dann elf Monate.

3 Geschäftsstellen werden jetzt im ersten Zug umgebaut. Nach der Hauptstelle sind auch die Geschäftsstellen in Witzenhausen und Hessisch Lichtenau an der Reihe.

4 Geldautomaten waren es mal im Erdgeschoss der Sparkasse an der Friedrich-Wilhelm-Straße. Die Zahl der Geldautomaten wird reduziert. Das seien Erfahrungswerte. „Es wird häufiger bargeldlos bezahlt“, berichtet Vorstandsmitglied Marc Semmel. Auch die Kontoauszugsdrucker seien bald ein Thema für das Museum, fügt er mit einem Augenzwinkern an.

6 Kinder können sich gleichzeitig an den beiden Spielekonsolen beschäftigen. Auch für die Kinder werden IPads angeboten.

15 Berater stehen in Spitzenzeiten für die Kunden in der Hauptstelle zur Verfügung. In der Hauptstelle in Eschwege ist jetzt auch die Beratungssituation neu. Die bürokratischen Schreibtische in den Beratungszimmern sind Sesseln und Sofas gewichen. Auch bei der Beratung spielt die Digitalisierung eine gewichtige Rolle. Die Kunden können alle Schritte der Berater an Monitoren nachvollziehen.

15 Gewerke haben sich seit November bei dem Umbau die Klinke in die Hand gegeben. Hausintern lief der Umbau über Gisbert Pfaff. Die Bauplanung lag in den Händen des Büro Luther.

16 LED-Bildschirme bilden den 15 Quadratmeter großen Kundenmonitor. Er zieht die Blicke auf sich. Deswegen werden dort neben Börsenkursen auch Nachrichten aus der Region veröffentlicht. Stichwort LED: Alle Beleuchtungsquellen wurden umgerüstet – auch der markante Gedankenblitz unter der Glaskuppel.

17. März Das ist der Tag der Wiedereröffnung. Um elf Uhr geht's los. Die Besucher können IPads und Spielekonsole ausprobieren. Es gibt Speisen und Getränke, für die Kinder ein Schminkteam. Auf Jung und Alt wartet eine Überraschung.

2002 wurde die Hauptstelle in Eschwege das letzte Mal umgebaut. In diesem Stil wurden nach und nach alle Filialen angepasst. „Seitdem haben sich die Technik und die Bedürfnisse unserer Kunden weiterentwickelt“, sagt Nickel.

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