Barrierefreie Wohnungen neben dem Bürgerhaus in Niederdünzebach

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Große Pläne: Zwischen drei und vier Millionen Euro könnte das zweigeschossige Gebäude auf dem Gelände des Gemeinschaftshauses in Niederdünzebach kosten. Stadtplaner Alexander Vogt, Ortsvorsteher Rainer Bick und Bürgermeister Alexander Heppe (von links) berichten von ersten Planungen. 

Das Dorfgemeinschaftshaus in Niederdünzebach wurde gerade saniert. Jetzt sollen dort auch barrierefreie Wohungen entstehen. Einen Investor gibt es, ein Betreiber fehlt noch.

Auf dem alt wirkenden Schild am Eingang zum neuen Büro des Ortsvorstehers steht „Bürgermeisteramt“. 

Ortsvorsteher Rainer Bick hält dort seine Sprechstunden ab. Das neue Büro ist nur ein Teil der umfänglichen Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Niederdünzebach. 400 000 Euro hat die Kreisstadt Eschwege investiert – mit einem Zuschuss in Höhe von 250 000 Euro aus Mitteln der Dorfentwicklung.

Die Sanierung ist nur der erste Schritt eines umfänglichen Konzepts für das Areal rund um das Dorfgemeinschaftshaus. Zwischen drei und vier Millionen Euro soll ein Projekt mit Pilotcharakter kosten: 16 bis 18 barrierefreie Wohnungen sind in einem zweigeschossigen Gebäude geplant. „Wir sind mit einem Investor in Verhandlungen“, berichtet Ortsvorsteher Bick. Ein Betreiber werde noch gesucht. „Wir wollen dort neue Wohnformen ausprobieren“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe.

Generationenübergreifend sollen die Wohnungen, nicht nur von alten Menschen gemietet werden können, sondern von jedem, der auf Barrierefreiheit angewiesen ist. Das Dorfgemeinschaftshaus ist Mittelpunkt des Ensembles; die Bewohner könnten zu den regelmäßigen Nutzern des Bürgerhauses zählen. „Wir haben so modernisiert, dass es möglichst oft genutzt wird“, sagt Heppe. Die Sanierung wurde Ende vergangenen Jahres abgeschlossen, seit Dezember ist die Einrichtung wieder geöffnet. Die Anfragen würden zunehmen. Das Gebäude ist jetzt barrierefrei. Ein Aufzug bringt die Besucher in das Obergeschoss und in den Keller. Eine behindertengerechte Toilette mit Dusche entstand in einem Nebengebäude.

Ursprünglich war nur der Einbau des Aufzuges geplant. Mit den übrigen Modernisierungsarbeiten ist das Dorfgemeinschaftshaus jetzt in vielerlei Hinsicht attraktiver für die Nutzer. Der Boden im Erdgeschoss wurde einheitlich gekachelt. Die Arbeitsgemeinschaft Dorfentwicklung hat viele Ideen entwickelt und umgesetzt. Und das Dorfgemeinschaftshaus ist jetzt in Bezug auf die Brandschutzrichtlinien auf dem aktuellen Stand.

Am eigentlichen Gemeinschaftsraum wurde kaum etwas verändert. Er hat nach wie vor insgesamt 100 Sitzplätze und kann in zwei unterschiedlich große Räume geteilt werden. Die Küche im Untergeschoss wurde vor einigen Jahren um einige Geräte erweitert. Energetische Verbesserungen waren nicht notwendig. Die Fenster wurden erst vor sieben Jahren ausgetauscht, die Wände des Gebäudes dämmen ausreichend.

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