Baubetriebshof Eschwege: Gemeinsame Aufräum-Aktion mit Werraland Werkstätten

+
Starkes Team: Leiter des Baubetriebshofs Uwe Schäffer (Dritter von rechts) und Teamleiter der Werraland Werkstätten Norbert Heine (Fünfter von rechts) mit den fleißigen Helfern. Foto: Winter

Eschwege. Sturm „Friederike“ hielt den Werra-Meißner-Kreis auf Trab, seit Kyrill im Jahr 2007 war es der stärkste Sturm. Blockierte Straßen, Stromausfälle und Probleme mit dem Mobilfunk waren die Folgen. Die Aufräumarbeiten in den Wäldern werden wohl noch bis zum Sommer hin andauern. Nachdem Strom und Telefonie wiederhergestellt waren, gab es aber auch noch andere Schäden, die beglichen werden mussten.

Die Männer des Baubetriebshofs Eschwege waren im Dauereinsatz, um Eschweges Straßen und Gehwege von Ästen und Müll zu säubern. Grundsätzlich haben sie alle Hände voll mit Arbeit, nach „Friederike“ gab es allerdings besonders viel zu tun.

Erschwerend kam hinzu, dass am Tag des schweren Sturms in einigen Straßen der Kreisstadt auch noch die Gelben Säcke auf ihre Abholung warteten und von den starken Winden mitgerissen wurden – mancherorts sah es durch die zerpflückten Säcke in der Folge aus wie auf einer Müllhalde. „Die Unterstützung durch die Werraland Werkstätten für eine gemeinsame Reinigungsaktion kam uns wie gerufen. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Uwe Schäffer, Leiter des Baubetriebshofs.

Gemeinsam säuberte man einen Vormittag lang in der Innenstadt, der Thüringer Straße, am Süd- und Westring. Nun sind die Folgen des Sturms beseitigt. „Die Männer haben Gas gegeben, das war nicht nur eine hervorragende Zusammenarbeit, sondern auch ein sehr schnelles Arbeiten“, so der zufriedene Schäffer.

Dreijährige Zusammenarbeit

Die Kooperation zwischen Baubetriebshof und Werraland Werkstätten war keine einmalige Aktion und wird auch in Zukunft erhalten bleiben. Bereits seit 2014 gibt es gemeinsame, groß angelegte Reinigungs- und Müllsuchaktionen in Eschwege. Seit gut drei Jahren arbeiten mit Jonathan Becker und Jeremy Strahmer zusätzlich zwei Beschäftigte des heimischen Sozialunternehmens fest für den Baubetriebshof. „Das ist für beide Seiten eine sehr positive Sache“, sind sich Uwe Schäffer und Norbert Heine, Teamleiter der Garten- und Landschaftspflege bei den Werraland Werkstätten einig. Jonathan und Jeremy blühen bei ihren Kollegen in Orange förmlich auf. „Sie haben sich toll entwickelt bei uns und leisten sehr gute Arbeit“, lobt Schäffer.

Menschen mit Handicap in heimische und kommunale Unternehmen zu integrieren, ist eines der wichtigsten Ziele des Sozialunternehmens Werraland. „Viele Menschen mit Beeinträchtigung möchten da arbeiten, wo alle anderen auch arbeiten – das ist gelebte Inklusion, die wir fordern und fördern“, sagt Gerd Hoßbach, Vorstandsvorsitzender der Werraland Werkstätten, der die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Baubetriebshof der Stadt Eschwege als ein Vorzeigeprojekt bezeichnet.

Auch in Zukunft wird die Zusammenarbeit bestehen – sollte erneut ein Sturm die Kreisstadt verwüsten, sind die Männer vom Baubetriebshof und der Werraland Werkstätten bereit. Bleibt zu hoffen, dass der nächste schwerwiegende Sturm noch etwas auf sich warten lässt. (red/rok)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare