So klingt Cole-Porter im E-Werk: Begeisternder Konzert-Abend von Fables of Jazz

Fables off Jazz mit (von links) mit Klaus Wenderoth, Helmut Schäfer, Jörg Damm und Michael Reiß. Foto: Siegfried Furchert

Mit seinem aktuellen Programm erinnerte das Quartett Fables of Jazz am Freitag im E-Werk an Cole Porter, den Komponisten vieler bekannter Musicals und Melodien.

Wie die fröhliche und beschwingte Broadway-Musik bekannter US-amerikanischer Komponisten wie George Gershwin und Irving Berlin klingt, wissen Musikfreunde von zahlreichen Musical-Aufführungen und Konzerten. Aber Jazz vom Broadway, zu dem ein nicht weniger bekannter Cole Porter die Melodien liefert? Wie der klingt, war bei einem begeisternden Konzertabend des Kasseler Quartetts Fables of Jazz im E-Werk zu hören.

Es löste damit das Versprechen, ein außergewöhnliches Jazzkonzert zu spielen, ein. Begeisterte Jazz-Fans, darunter sicher auch Freunde „normaler“ Cole-Porter-Musik, bedankten sich mit viel Beifall. Jeder der vier Musiker ist ein Könner. Dank der guten Akustik des E-Werkes kamen die vier ohne Mikrofone und Verstärker aus, wohltuend für viele Ohren. Im Spiel zwar variierend, sich aber weitgehend an die Originalmusik Cole Porters haltend kam sehr gut an. Verstärker brauchen so exzellente Musiker wie der melodieführende Bandleiter Helmut Schäfer (Tenorsaxophon) auch nicht. Sehr gut aufeinander abgestimmt, glänzten aber auch Klaus Wenderoth (Piano), Michael Reiß (Bass) und Jörg Damm (Drums) immer wieder mit gekonnten Soli. Die Band spielte die ganze Bandbreite von Cole Porters Musik. Alle neu arrangierten Stücke, die an dem Abend zu hören waren, stammen aus Porters bekannten Musicals oder Bühnenstücken. Viele von weltbekannten Stars gesungen oder Orchestern gespielt, wobei der Reigen der Namen von Louis Armstrong über Ella Fitzgerald bis Oscar Peterson und Catarina Valente reicht.

Ja, auch Caterina Valente huldigte Cole Porter, der laut Helmut Schäfer recht gut betucht, viel in der Welt umherreiste, und in Paris den Song „I Love Paris“ (Ganz Paris träumt von der Liebe) schrieb. Interessant die Fassung von Fables off Jazz, genau wie das bekannte „Night And Day“, von vielen Weltstars interpretiert, und die Karibik-Rumba „Begine The Beguine“, die dank Helmut Schäfers starkem Saxophon-Spiel die Besucher im E-Werk in träumerische Stimmung versetzte. Mit Musical-Titeln wie „Anything Goes“, „I Love You“, „Dream Dancing“, „Just One Of Those Things“ und „I Concentrate On You“ hatten schon Stars wie Fred Astaire begeistert.

Aber Cole Porter komponierte nicht nur Welthits. Mit „Love For Sale“ und „It´s All Right With Me“ kommen auch Songs aus seiner Feder, die wegen „anstößiger Texte“ von verschiedenen US-Radiostationen und Theatern boykottiert wurden. Im E-Werk störte sich keiner daran.

Siegfried Furchert

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