Bereits drei Fälle im Kreis: Polizei warnt vor Betrug über PayPal

Werra-Meißner. Gleich drei Fälle von Betrug über das Bezahlsystem „PayPal" hat es jetzt im Werra-Meißner-Kreis gegeben.

Wie Polizeisprecher Jörg Künstler mitteilt, sei die Masche derzeit in ganz Nordhessen und Südniedersachsen verbreitet.

Der Betrug sei in allen drei Fällen so abgelaufen: Die Opfer hätten hochwertige Waren im Internet zum Kauf angeboten. Schnell hätten sich Interessenten gemeldet, man hätte sich über den Preis geeinigt, dann habe der Käufer das Geld auf das digitale Konto des Verkäufers überwiesen. „Als der Eingang des Geldes auf dem Konto bestätigt wurde, erschien der angebliche Käufer persönlich bei dem Geschädigten, um die Ware abzuholen“, so Künstler. Das sei damit begründet worden, dass es sicherer sei und man sich Versand und Versicherung sparen könne.

Der Verkäufer habe die Ware übergeben, ohne irgendwelche persönlichen Daten des Verkäufers überprüft zu haben, etwa über den Personalausweis. „Kurze Zeit später bemerkte dann der Geschädigte, dass der vorher von dem Käufer überwiesene Betrag wieder „zurückgeholt“ wurde“, so Künstler. Bei dem „Abholer“ handele es sich zumeist nicht um den wirklichen Käufer, sondern um einen „Strohmann“. Die Polizei rät, keine persönlichen Übergaben zu akzeptieren. Falls der Versand schwierig sei, könne man auf Barbezahlung bei der Übergabe bestehen. (fst)

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