Vergnüglicher Jazzabend mit dem bejubelten Auftritt eines alten Bekannten

Ein besonderer „Special Guest“

Eine toll disponierte und aufgelegte Swing Society. Hier zu sehen: Matthias Sadowsky, Dr. Wolfgang Meincke, Harald Nielsen und Klaus Jatho. Foto: Pujiula

Eschwege. Es war vom Anfang bis zum Schluss ein mitreißender Jazzabend, ein tolles Geschenk des Jazzclubs Eschwege an die hiesigen Fans, die an dem Samstagabend sehr zahlreich in das E-Werk gekommen waren.

Aufgetreten war die toll disponierte, mit viel Spielfreude agierende „Swing Society“, die bekannte hiesige Band, die in ihrer normalen Besetzung auftrat: Dr. Wolfgang Meincke, Klarinette, Klaus Jatho, Saxophon, Hartmut Rauch, Kontrabass, Peter Adler, Gitarre, sein Bruder Stefan Adler, Piano und Gitarre, und Harald Nielsen, Schlagzeug. Nur der Sänger der Gruppe fehlte. Aber das war kein Problem. Denn für ihn kam ein Jazzer, der bei dieser Session die größte Attraktion des Abends war: kein anderer als Matthias Sadowsky, der nicht vorgestellt zu werden braucht. Seine unvergessenen Auftritte als Jazzsänger an vergangenen Johannisfest-Freitagabenden liegen weit zurück. Und so war es eine besondere Freude, ihn wieder auf der Jazzbühne zu erleben. Er sang so jazzig-rauchig schön wie damals. Und in seiner Moderation sprach er so gekonnt, wie man ihn aus seiner Zeit als Stadtkämmerer kannte.

Die Swing Society und Sadowsky: Das war ein tolles Team, das den Abend zu einem großen Vergnügen machte - mit vielen alten Standards im ersten Programmteil und mit „Swinging Christmas“ nach der Pause - mit solchen Ohrwürmer wie „Let it snow“ , „Red Nose Rudolph“ und, selbstverständlich, „I’m dreaming of a White Christmas“.

Im ersten Teil wurde unter anderem „Hello Dolly“ gesungen, hier eigentlich „Hello Jürgen“ - denn zu Ehren des rührigen Faktotums des Jazzclubs, Hans-Jürgen Geil, wurde der Refrain verändert.

Alle Bandmitglieder hatten natürlich Gelegenheit zu viel applaudierten Soloeinlagen, in erster Linie die Klarinette und das Saxophon, aber auch der Kontrabass und das Schlagzeug konnten sich profiilieren. Und die Brüder Adler glänzten mit ihrem superben gemeinsamen Spiel von Stücken des legendären Django Reinhardt.

Riesiger Applaus und mehrere Zugaben.

Von Francisco Pujiula

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