Friedensfabrik

Bessere Grundlage: Wanfrieder gründen für Projekt einen Förderverein

Wolfgang Lieberknecht, Initiator der Friedensfabrik in Wanfried, wurde am Wochenende auch zum Vorsitzenden des Fördervereins gewählt.
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Wolfgang Lieberknecht, Initiator der Friedensfabrik in Wanfried, wurde am Wochenende auch zum Vorsitzenden des Fördervereins gewählt.

Ein neuer Förderverein hat sich in Wanfried gegründet. Das ist passiert.

Wanfried – „Damit ist der Förderverein gegründet“, kann Wolfgang Lieberknecht feststellen, nachdem anstatt der mindestens notwendigen sieben sogar zwölf Menschen die Satzung unterschrieben haben und Mitglied des damit gegründeten Fördervereins der Internationalen Friedensfabrik Wanfried geworden sind.

Bei einem Wochenende für den Aufbau hatten sich Interessierte über die geplante Arbeit informiert, wobei neben Präsentationen und der gemeinsamen Erarbeitung in Gruppen zu unterschiedlichen Fragestellungen auch die Besichtigung von Gebäude und Gelände mit der Frage, wie diese gestaltet und Änderungen finanziert werden können, gehörte.

Mit seiner Präsentation widmete sich Reiner Braun, Co-Präsident des International-Peace-Bureaus und Sprecher der Kooperation für den Frieden, in Wanfried dem Thema: „Eine starke Friedensbewegung aufbauen – eine Überlebensfrage“ und wurde am Sonntag einstimmig in den Beirat des neu gegründeten Vereins berufen, der mit dem Zusammenführen von Menschen und Ideen, dem Umsetzen baulicher Maßnahmen, dem Beraten über Finanzierungsmöglichkeiten und dem Schaffen einer Unternehmensstruktur die Grundlage für die Internationale Friedensfabrik Wanfried schaffen soll.

Dass das Projekt starke Kräfte brauchen wird, weiß man hier und bereits in den vergangenen Monaten haben Wolfgang Lieberknecht, Aleksandra Nieddu, Iheb Dridi, Dr. Emmanuel Ametepeh und Rolf Schuh Vorbereitungen geleistet, wozu auch das Erstellen einer eigenen Social-Media-Plattform zählte, was der Student Dridi übernahm.

Er stellte die Website mit zahlreichen für soziale Netzwerke typischen und zur Vernetzung nötigen Funktionen vor, erklärte, dass er die Angst der potenziellen Nutzer um ihre Daten ernst nehme, die Website daher weder tracke noch mit einem Marketingzweck verbunden sei.

Hiermit soll neben der regionalen auch die überregionale und die internationale Vernetzung ermöglicht werden, die durch die Internationale Friedensfabrik Wanfried geschaffen werden soll, um zur Schaffung einer friedlichen, demokratischen, sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Welt beizutragen.

Geplant ist dabei auch die Gründung von Communities, die beispielsweise Ärzte oder Ingenieure und damit bestimmte Berufsgruppen verschiedener Länder zum Austausch miteinander verbinden sollen. Geplant ist auch ein überparteiliches Wahlkreisforum, über das sich eine Bürgerlobby für Frieden und Menschenrechte aufbauen soll.

Ziel dabei ist unter anderem die Umsetzung der Charta der Vereinten Nationen und der Inhalte von Artikel 1, Absatz 2 des Grundgesetzes: „Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“

Als 1. Vorsitzender wurde Lieberknecht und als seine Stellvertreterin Aleksandra Nieddu gewählt. Beisitzer sind Iheb Dridi, Dr. Emmanuel Ametepeh, Rolf Schuh und Antonia Krämer. In den Beirat wurden neben Braun Lucas Sichardt, der auch der Friedensinitiative Hersfeld-Rotenburg angehört, und Andreas Heine berufen. (Von Eden Sophie Rimbach)

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