In der Eschweger Marktkirche

"Best of Chormusik": Drei Chöre von Thomas Martin gestalten einen erstklassigen Abend voller Abwechslung

Starke Entwicklung: Der Bezirkslandfrauenchor konzertierte mit dem regenbogenchor Frankershausen und dem Männergesangverein Schwebda in der Marktkirche. Foto: Schöggl

Es ist ein Format, das jedes Jahr aufs Neue überzeugt: Der Bezirkslandfrauenchor, der Männergesangverein Liedertafel 1860 Schwebda und der Regenbogenchor Frankershausen gestalten gemeinsam einen Abend mit musikalischen Höhepunkten.

Samstagabend erwartete die Gäste und treuen Fanclubmitglieder in der Eschweger Marktkirche ein zweieinhalbstündiges Konzert, das die Minuten in der einmaligen Atmosphäre untergehen lies und ein deliziöses Rahmenprogramm aus Speisen und Getränken bot: Leib und Seele hätten nicht besser versorgt sein können.

Ein reiner Frauenchor, ein reiner Männerchor und der gemischte Regenbogenchor: „Ich könnte bei der Zusammensetzung der Chöre und deren Talent nicht glücklicher sein“, sagte Chorleiter Thomas Martin.

In Blöcken mit jeweils bis zu drei Liedern präsentierten die Chöre abwechselnd frei ausgewählte Lieder, die von Dauerbrennern über Klassiker bis hin zu Pop- und Rockmusik reichten.

Wer die Auftritte der vergangenen Jahre kennt, bemerkte dabei schnell, dass die Landfrauen eine große Entwicklung hinter sich haben – und zwar in die richtige Richtung. Kräftiger und selbstbewusster als je zu vor präsentierte sich der größte der drei Chöre. Was ihm deshalb an Klarheit fehlt, macht er mit einer geübten Mehrstimmigkeit und Disziplin wett. Besonders „Ihr von Morgen“ von Udo Jürgens wird daher vielen in Erinnerung bleiben. Mit „Ich liebe das Leben“ von Vicky Leandros wurde zum Abschluss das Tempo angezogen und an die vielen, schönen Momente des Lebens erinnert.

Dem Männergesangverein Schwebda ist direkt in der ersten Halbzeit eine Überraschung gelungen: Trotz des bereits entstaubten Portfolios setzte er mit „Einen Stern“ (DJ Ötzi) noch einen Song in Richtung Popmusik drauf. Das ist anspruchsvoll und ungewöhnlich für einen Männergesangverein, aber geglückt. Insgesamt hat der Chor gut gelungen seine Dynamik durch die Reduzierung der Stimmen ausgebaut und auch den Klassiker „Über sieben Brücken musst du gehen“ (Peter Maffay) in neuer Frische präsentiert.

Seit jeher ist der Regenbogenchor im gesamten Kreis für seine bemerkenswerte Klarheit, Flexibilität und überwältigende Atmosphäre bekannt. Auch in diesem Jahr verteidigte er seinen Ruf gekonnt. Sowohl „Make me a channel of your peace“ (S. Boyle) als auch „The Rose“ (B. Midler) präsentierten gekonntes Feingefühl in der Dynamik und Botschaften, die dank der voluminösen Mehrstimmigkeit unter die Haut und bis ins Herz gehen.

Bei dem abschließenden, gemeinsamen Song „Schenk mir noch eine Stunde“ von Udo Jürgens wird letztendlich klar, was dieses Jahr im Vordergrund stand: Botschaften für das Leben.

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