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Gemeinsam statt einsam beim Flair - „Best of the rest“

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Von: Theresa Lippe

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Das „Best of the Rest Camp“ findet sich auch dieses Jahr wieder beim Open Flair zusammen.
Das „Best of the Rest Camp“ findet sich auch dieses Jahr wieder beim Open Flair zusammen. © privat

„Best of the Rest“: Ein Camp für alle, die alleine zum Open-Flair-Festival fahren.

Eschwege – Wer mehr oder weniger alleine zum Open Flair anreist und trotzdem Anschluss zu einer Gruppe haben möchte, kann sich dem „Best of the Rest Camp“ anschließen.

Gegründet hat sich die lose Gruppe im Jahr 2010 für einen Besuch beim Southside Festival. Nachdem dieses 2016 ausfiel, erweiterte man die Festivalbesuche auch auf andere Veranstaltungen. Und so gibt es das „Best of the Rest Camp“ seit 2018 auch beim Open Flair. „Willkommen sind alle, die weltoffen und tolerant sind“, sagt Christian Müller (35), der zum harten Kern der Gruppe gehört. Sexualität, Herkunft, Religion – das spiele alles keine Rolle.

Vor vier Jahren war es noch eine kleine Runde beim Open Flair, zehn Leute kamen zusammen. Im Folgejahr waren es schon 35 Camper, für dieses Jahr haben sich bereits 30 angemeldet, mit 25 bis 30 weiteren Personen sei zu rechnen, sagt Müller, der auch selbst am Dienstag mit nach Eschwege fährt.

Gemeinsam campen und feiern sei einfach schöner, als alleine die Zeit zu verbringen. Auch sei es ein Vorteil, nicht alleine zu campen, denn in der Gruppe kann auch mal jemand anderes ein Auge aufs Zelt haben, sagt Müller. „Man passt auch gegenseitig aufeinander auf.“

Knapp 30 Leute von „Best of the Rest“ treffen sich schon am Dienstagmorgen mit 25 markierten Autos auf einem Parkplatz, „die anderen stoßen später dazu“. So könne man schon mal das Lager errichten und Platz für die Nachzügler sichern.

Es seien meist gleichviele Männer und Frauen mit dabei, wobei Männer eher mit ihrer Partnerin dazustoßen würden, Frauen auch mal zu zweit oder zu dritt. „Der Altersdurschnitt liegt bei Mitte 20“, schätzt Müller. Es gebe aber auch einige Camper Anfang bis Mitte 30: „Von 19 bis 55 Jahre ist beim diesjährigen Open Flair in unserer Runde jedes Alter vertreten“.

Das „Best of the Rest Camp“ organisiert sich süber eine große WhatsApp-Gruppe mit etwa 80 Leuten, so Müller. Für die verschiedenen Festivals gibt es dazu noch Facebook-Gruppen – dort erhält man außerdem die Einladung zu WhatsApp.

„Über den Chat organisieren wir beispielsweise im Vorfeld, wer was mitbringt und wer wann ankommt“, erklärt der 35-Jährige.

Über die Jahre hätten sich unter den Festivalbesuchern Freundschaften gebildet, nachdem sie sich beim „Best of the Rest Camp“ kennengelernt haben. Manche von ihnen besuchen sogar verschiedenen Festivals mit der Gruppe. Müller: „Während die Festivals wegen der Pandemie ausfallen mussten, haben wir unsere eigenen Campingausflüge organisiert.“ Die hätten dann – allerdings ohne Bühne und Livemusik – auf angemieteten Sportplätzen stattgefunden. instagram.com/botr.camp

Nicht allein Campen

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