Betreuung für 24 Kinder

Stadt und Awo stellen Anbau an Tagesstätte Kleine Strolche vor

In neuen Räumen: Helle Farben und viel Tageslicht prägen die neuen Räume im Anbau an die Tagesstätte Kleine Strolche. Darüber freuen sich Kinder und Erzieherinnen sowie die Vertreter der Stadt Eschwege und der Arbeiterwohlfahrt. Foto: Sagawe

Eschwege. Die Einrichtung hat etwas von einer Puppenstube: Betten, Stühle, Tische und selbst die sanitären Einrichtungen sind in Größe und Funktion auf die Bedürfnisse der kleinen Benutzer abgestimmt. In zwei Gruppen werden die 24 Mädchen und Jungen im neuen Anbau der Kindertagesstätte Kleine Strolche am Himmelreichsgraben in Eschwege betreut. Die Kinder sind jünger als drei Jahre.

Die Kreisstadt hat insgesamt 600 000 Euro in die Erweiterung der Einrichtung investiert. Mit 300 000 Euro hat das Land das Projekt bezuschusst. Baubeginn war im April dieses Jahres, im August zogen die Kinder ein, am gestrigen Mittwoch stellten die Arbeiterwohlfahrt als Träger und die Stadt den Neubau vor.

Die Nutzfläche von 265 Quadratmeter verteilt sich auf zwei Etagen. Zwei Gruppenräume von jeweils 45 Quadratmetern, Schlafzimmer, sanitäre Einrichtungen und Küchen stehen den jeweils zwölf Kindern der beiden Gruppen zur Verfügung. Insgesamt werden in der Tagesstätte, die 1995 eröffnet und jetzt zum zweiten Mal erweitert wurde, sechs Gruppen betreut.

Bürgermeister Alexander Heppe und Erster Stadtrat Reiner Brill sowie von der Arbeiterwohlfahrt Karl Jeanrond und Willi Holzhauer freuten sich gestern über die gelungene Kooperation zwischen Stadt und Träger bei diesem Gemeinschaftsprojekt. „Ein original Eschweger Haus für die Kinder der Stadt“, nannte Heppe das Gebäude mit Hinweis auf den großen Anteil städtischer Arbeitsleistung bei Planung und Bau. Einrichtungen dieser Größenordnung seien aus fachlicher Sicht schwierig zu betreiben, merkte Karl Jeanrond an. „Durch die Art der Bauweise ist die tatsächliche Größe aber nicht zu spüren“, sagte er.

Insgesamt gibt es nach Angaben von Erstem Stadtrat und Sozialdezernent Reiner Brill in Eschwege jetzt 170 Plätze für Kinder im Alter von unter drei Jahren. Die Versorgungsquote liegt in der Kreisstadt damit bei 38 Prozent. Mit dem Bedarf an weiteren Plätzen steigt auch der Mangel an Fachpersonal. „Es war nicht ganz einfach, Erzieherinnen zu finden“, berichtete Brill gestern. Wartelisten werden in Eschwege aktuell nicht geführt, weitere Anfragen zu U-Drei-Plätzen lägen allerdings bereits vor, so die stellvertretende Leiterin der Tagesstätte, Uta Heckeroth.

Mit zwei Millionen Euro bezuschusst die Stadt Eschwege Kinderbetreuung in Tagesstätten pro Jahr. „Die Summe wird deutlich steigen“, kündigte Brill gestern an. Bei zeitlich maximaler Nutzung zahlen Eltern für einen Platz in einer Krippengruppe in Eschwege 177 Euro pro Monat. Die tatsächlichen Kosten liegen bei mehr als 1000 Euro. Davon übernimmt die Stadt 50 Prozent, das Land zahlt einen Zuschuss von 31 Prozent.

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