Stadt zahlt nach Sanierung 284 000 Euro

Betriebskosten für die Stadthalle Eschwege haben sich halbiert

Eschwege. Die Stadthalle in Eschwege kostet die Kreisstadt in diesem Jahr einen Zuschuss von voraussichtlich 284 000 Euro. Das ist in etwa die Summe, die vor der Sanierung pro Jahr zugeschossen werden musste.

„Für die Stadt ist das die gleiche Belastung wie vor dem Umbau; allerdings haben wir jetzt eine komplett neue und energetisch sanierte Stadthalle“, sagt Erster Stadtrat und -kämmerer Reiner Brill. Während sich die Betriebskosten deutlich reduziert haben, kommen Ausgaben für Zinsen neu hinzu. Das liegt in erster Linie an der Energieeinsparung. „Wir benötigen 70 Prozent weniger Energie“, so Brill. Während vor der Sanierung noch knapp 190.000 Euro Betriebskostenzuschuss von der Stadt bezahlt wurde, waren das im vergangenen Jahr nur noch gut 90.000 Euro. 2015 rechnet die Kreisstadt mit Aufwendungen in Höhe von 77.000 Euro. Die Zinsbelastung ist im Gegenzug auf 117.000 Euro gestiegen. Hinzu kommt die Abschreibung der Investitionen.

Im vergangenen Jahr musste die Stadt Eschwege insgesamt 340.000 für die Einrichtung bezahlen. Auch 2014 waren die Betriebskosten schon deutlich unter den Ansatz aus der Zeit vor der Sanierung gesunken. Während die Betriebskosten in den kommenden Jahren konstant bleiben werden, wird sich der städtische Zuschuss geringfügig weiter nach unten entwickeln. Das jedenfalls sagt die Prognose, die für 2020 einen städtischen Anteil von 270.000 Euro vorsieht. „Wir müssen uns als Kreisstadt eine solche Stadthalle leisten“, sagt Brill und macht deutlich, dass die Kommune davon ausgeht, auch in Zukunft erhebliche Zuschüsse zahlen zu müssen. In welcher Größenordnung sich der städtische Anteil tatsächlich bewegt, wird auch davon abhängen, welche Einnahmen mit dem Betrieb der Halle sowie im Restaurant und Hotel erzielt werden.

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