Reisebüro-Mitarbeiter kassierte 50.000 Euro

Betrüger zockt argloses Ehepaar ab - Termin vor Amtsgericht in Eschwege

Eschwege. Wegen Betrugs in mehreren Fällen sollte sich am Dienstagvormittag ein 48-Jähriger aus dem Werra-Meißner-Kreis vor dem Amtsgericht in Eschwege verantworten. Der Angeklagte erschien aber nicht zu dem Termin.

Mittlerweile ermittelt die Kriminalpolizei in Eschwege in einem weiteren Fall wegen Betrugs und Untreue in Höhe von 50.000 Euro.

Der ehemalige Mitarbeiter eines auf Kreuzfahrten spezialisierten Reisebüros in Eschwege soll einem Ehepaar aus dem Werra-Meißner-Kreis eine mehrwöchige Weltreise verkauft haben. Das Paar wollte sich nach Angaben der Polizei damit einen Lebenstraum erfüllen und hatte die Weltreise bei dem Mitarbeiter gebucht. Im März überwies das Ehepaar dann 50.000 Euro an das Reisebüro.

Nach ersten Ermittlungen hätte das Geld direkt an eine Reederei überwiesen werden müssen. Die 50.000 Euro sind aber nie dort auf dem Konto eingegangen. Offenbar hatte der Reisebüro-Mitarbeiter, der keine Inkassoberechtigung des Reiseveranstalters besessen haben soll, die Rechnung manipuliert.

Die 50.000 Euro sind laut Polizei bis heute nicht an das geschädigte Ehepaar zurück gezahlt worden. Auch der Reiseveranstalter habe bislang kein Geld erhalten. Die Kriminalpolizei in Eschwege ermittelt derzeit gegen den bereits einschlägig bekannten 48-Jährigen. (alh)

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