Handwerker soll Kunden um 36 000 Euro geprellt haben

Betrugs-Prozess gegen 37-Jährigen vertagt

Wegen gewerbsmäßigen Betrugs in sieben Fällen mit einem Schaden von 21.000 Euro musste sich am Dienstag ein 37 Jahre alten Mann aus dem Werra-Meißner-Kreis vor dem Schöffengericht in Eschwege verantworten. Das Verfahren wurde noch während der Beweisaufnahme vertagt, weil erstens weitere Zeugen gehört werden sollen und zweitens die Anklage um drei gleichgelagerte Fälle mit einem Volumen von 15.000 Euro erweitert wird.

Eine entsprechende Anklageschrift wird dem Mann zugestellt. Die Staatsanwaltschaft klagte den 37-Jährigen an, weil der zwischen Juni 2015 und Januar vergangenen Jahres mit seinem Unternehmen maßgefertigte Sanitäreinrichtungen angeboten, mit Kunden Verträge abgeschlossen und Vorauszahlungen kassiert haben soll, ohne dafür die zugesagten Gegenleistungen zu erbringen. Schon bei Vertragsabschluss, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, habe der Angeklagte gewusst, dass er die Verträge nicht würde erfüllen können.

Die Beweisaufnahme hatte ergeben, dass der Beschuldigte seine Kunden immer wieder über den Liefertermin der bestellten und ganz oder teilweise per Vorkasse bezahlten Ware vertröstet hatte. Der 37-Jährige wies die Vorwürfe im Grundsatz zurück. Er sei lediglich in zeitliche Lieferschwierigkeiten gekommen. „Das Auftragsvolumen war so groß, dass ich es nicht bewältigen konnte“, sagte der Mann aus. Kunden seien dann von ihren Bestellungen zurückgetreten.

Die Vorauskasse habe er nicht zurückzahlen können, weil das Geld im eigens für die bestellten Maßanfertigungen gekauften Material steckte. Darüber hinaus musste er Forderungen aus insgesamt sechs Zwangsvollstreckungen mit einem Volumen von fast 33.000 Euro bedienen. Inzwischen hat der 37-Jährige Insolvenzantrag gestellt. Die Verbindlichkeiten daraus werden mit 114.000 Euro beziffert. Wann der Prozess fortgesetzt wird, steht noch nicht fest.

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