Betrugsversuch am Telefon mit tatsächlicher Nummer des Amtsgerichts Eschwege

Hessisch Lichtenau/Eschwege – Bei einem Betrugsversuch am Telefon hat die Anruferin den Besuch eines Gerichtsvollziehers angekündigt.

Das teilt die Polizei mit. Am letzten Dienstag oder Mittwoch kam dem betroffenen 68 Jahre alten Mann aus Hessisch Lichtenau die Angelegenheit trotz der richtigen Nummer des Amtsgerichts Eschwege allerdings komisch vor, sodass er der Hochstaplerin mit dem Einschalten der Polizei drohte.

Daraufhin beendete die Anruferin sofort das Gespräch, ohne weitere Angaben zu machen. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass es sich hierbei um einen Betrugsversuch gehandelt hat. Nach ihrem Kenntnisstand kam der Anruf mit der Rufnummer 05 6 51 / 3 39 10 bei dem 68-Jährigen auf dem Telefon an. Dies ist tatsächlich die Rufnummer des Amtsgerichts in Eschwege. Durch das Amtsgericht beziehungsweise die eingesetzten Gerichtsvollzieher wurde jedoch ausdrücklich erklärt, dass derartige Anrufe in letzter Zeit nicht getätigt wurden.

Tipps der Polizei:

-Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Mitarbeiter des Gerichts, als Gerichtsvollzieher oder anderer Mitarbeiter Behörden ausgeben, insbesondere wenn es um finanzielle Forderungen, Schulden oder andere Verbindlichkeiten geht.

-Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.

-Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren Sie frühestens für den kommenden Tag einen Gesprächstermin und überprüfen Sie die Angaben.

-Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.

-Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen Sie diese mit bereits bekannten Nummern.

-Rufen Sie die jeweilige Person unter der lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

-Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

-Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110 und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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