Dr. Jörg Brauneis: Eine ornithologische Kostbarkeit - Vorkommen erst seit 2011

Blaukehlchen am Werratalsee

Seltener Gast: Wer aufmerksam am Werratalsee spazieren geht, kann dort Blaukehlchen entdecken. Foto: Archiv

Eschwege. In diesen Tagen sind die Blaukehlchen aus ihrem Winterquartier in Südspanien und Nordafrika zurückgekehrt. Die Blaukehlchen bewohnen insektenreiche Schilfröhrichte und Ufergebüsche. In Hessen sind sie nur entlang des Rheins, in Südhessens einigermaßen häufig. In Nordhessen kommen Blaukehlchen nur an ganz wenigen Stellen vor, so ist der Werratalsee der einzige Brutplatz im Werra-Meißner-Kreis.

In Größe und Verhalten erinnern die Blaukehlchen an die viel häufigeren Rotkehlchen, die beinahe in jedem, naturnah gestalteten Garten leben. Namensgebend ist die auffällige Blaufärbung der Kehle und des oberen Brustbereichs, die nur bei den Männchen im Brutkleid vorhanden ist. Weil sich im Zentrum des blauen Kehlflecks bei der mitteleuropäischen Unterart ein weißer Punkt, oder „Stern“ befindet, wird diese auch als Weißsterniges Blaukehlchen bezeichnet.

Vögel nicht stören

Die Männchen singen oft von einer Singwarte, etwa der Spitze eines Busches und zeigen auch Singflüge. Dabei versuchen sie den Weibchen durch Spreizen der prächtigen, blauen Kehle zu imponieren und Rivalen Einzuschüchtern. Wer am Werratalsee spazieren geht, kann mit einigem Glück ein singendes Blaukehlchen in den Ufergebüschen sehen. Stören sollte man die seltenen und empfindlichen Vögel aber nicht. (red)

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