Landwirte säen jetzt Braugerste aus

Aussaat Braugerste
+
Johannes Strauß, Landwirt aus Grebendorf, bei der Aussaat der Braugerste auf einem Feld oberhalb von Eschwege.  Tanja Beck/NH

Auf den Feldern zwischen Werra und Meißner wird jetzt die Braugerste ausgesät. 

Werra-Meißner. Auf den Feldern zwischen Werra und Meißner hat in diesen Tagen die Aussaat der Gerste für die Eschweger Klosterbrauerei begonnen. Für den Anbau von Braugerste werden derzeit fast ausschließlich zweizeilige Sommergerstensorten gewählt. Die aktuelle Sorte heißt Avalon. „Üblicherweise wird mit einer frühen Aussaat Anfang April ein langer Kornfüllungszeitraum – mit vermehrter Stärkeeinlagerung ins Korn – verfolgt“, erklärt Tanja Beck, Sprecherin der Klosterbrauerei.

Festgelegte Qualitätskriterien 

Braugerste wird nach festgelegten Qualitätskriterien unter umweltschonenden Bedingungen angebaut und ist eine Frucht, die aufgrund der Qualitätsanforderungen der Brauereien nur mit geringem Einsatz von Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln angebaut werden darf. „Zum Beispiel darf Braugerste nur einen geringen Eiweißgehalt haben, der nur mit begrenztem Einsatz von Düngemitteln erreicht wird“, berichtet Tanja Beck.

500 Tonnen für Eschweger Klosterbrauerei 

Nach der Ernte im Juli/August liefern die Landwirte die Gerste an die Erfassungsstelle. Hier wird die Braugerste gereinigt und in Silos gelagert, bis die Mälzerei die Gerste abholt. Für die Eschweger Klosterbrauerei werden im Werra-Meißner-Kreis rund 500 Tonnen Braugerste angebaut. Auch in diesem Jahr wird die Brauerei einen Braugerste-Lehrpfad aufbauen.

Aus der Gerste entsteht in der Mälzerei durch natürliches Keimen des Getreides Malz.

Malz ist wichtiger Rohstoff

„Malz ist ein besonders wichtiger Rohstoff für ein gutes Bier, denn es gibt dem Bier seine Geschmacksfülle und seine Farbe“, erklärt Braumeister Christian Flender. In diesen Tagen bringt die heimische Brauerei indes wieder ein neues Produkt auf den Markt. Das Waldmeister-Bier gab es in der Vergangenheit bereits und es wird ab sofort in limitierter Auflage verkauft. „So lange der Vorrat reicht“, sagt Tanja Beck. Das war in der Vergangenheit in der Regel bis Juli oder August der Fall.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare