22. September

Briefwahl ist sehr gefragt

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Schon jetzt können Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben: Sabine Rode hat die Wahlunterlagen im Bürgerbüro Witzenhausen beantragt.

Werra-Meißner. Eine Woche vor der Bundes- und Landtagswahl geht es im Bürgerbüro Witzenhausen hoch her. Mitten im Raum steht eine Wahlkabine. Es stapeln sich Kartons mit Briefwahlunterlagen. „Die Nachfrage ist in diesem Jahr sehr groß“, sagt Mitarbeiterin Petra Fischer. Seit dem 19. August können Wahlberechtigte ihre Briefwahlunterlagen beantragen.

Auch im Eschweger Wahlamt haben die Mitarbeiter gut zu tun. Bis Freitag hatten rund 2400 der 15 121 wahlberechtigten Eschweger die Briefwahl beantragt, in Witzenhausen waren es 1950 der 12 250 Wahlberechtigten, insgesamt also knapp ein Sechstel.

Rechtzeitig zurücksenden

„Wer seinen Stimmzettel per Post zurücksendet, sollte darauf achten, dass dieser rechtzeitig im Rathaus eingeht“, rät Dagmar Schade-Kurz, Wahlleiterin in Eschwege. Um Punkt 18 Uhr werde der Rathausbriefkasten am Wahlsonntag zum letzten Mal geleert. Alles, was danach eingeht, werde nicht mehr berücksichtigt.

Seit ein paar Jahren können alle Menschen, die ihre Unterlagen im Wahlamt abholen, auch gleich vor Ort wählen. „Viele nutzen dieses Angebot“, berichtet Petra Fischer und betont: „Wir helfen, wo wir können.“ Schließlich sei es nicht ganz einfach, die Stimmzettel und Briefumschläge für die Bundes- und Landtagswahl sofort richtig zu sortieren. Zusätzlich erklärt ein Wegweiser in sechs Schritten die richtige Reihenfolge.

Stimmen aus aller Welt

In alle Welt verschicken die Mitarbeiter des Witzenhäuser Bürgerbüros die Briefwahlunterlagen. „Bis nach Nepal und Usbekistan“, sagt Mitarbeiterin Irmtraud Myler. Auch wer schon lange im Ausland lebt, kann an seinem letzten deutschen Wohnsitz einen Wahlschein beantragen. „Das wissen viele gar nicht.“ Diese Besonderheit gilt allerdings nur für die Bundestagswahl, nicht für die Landtagswahl.

Bis Freitag, 20. September, um 18 Uhr können die Briefwahlunterlagen noch in den Wahlämtern der Kommunen abgeholt werden. Am Wahltag selbst ist das bis 15 Uhr im Wahllokal möglich. Wer kurzfristig erkrankt, kann also auch noch am 22. September jemanden beauftragen, der die Unterlagen per Vollmacht abholt und wieder abgibt.

Von Julia Schwekendiek

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