Projekt bis mindestens Ende 2020

Sichere Verhütungsmittel für Bedürftige: Bürgerstiftung unterstützt Pilotprojekt

Empfängnisverhütungsmittelfonds wird bis mindestens Ende des Jahres von der Arbeiterwohlfahrt und der Bürgerstiftung Werra-Meißner unterstützt. Zu sehen sind (Von links) Ursula Baumgärtel-Blaschke, Meike Noss, Leiterin der Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität, und Gudrun Lang von der Bürgerstiftung Werra-Meißner
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(Von links) Ursula Baumgärtel-Blaschke, Meike Noss, Leiterin der Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität, und Gudrun Lang von der Bürgerstiftung Werra-Meißner freuen sich, dass der Empfängnisverhütungsmittelfonds bis mindestens Ende des Jahres bestehen kann.

Seit 2018 gibt es im Werra-Meißner-Kreis einen Empfängnisverhütungsmittelfonds als Modellprojekt, mit dem Frauen und Männer mit geringem Einkommen unterstützt werden können. Das Projekt wird fortsgesetzt.

Der Landkreis realisiert das Projekt gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt als Leistungserbringer. Der Fonds speist sich aus Zuschüssen des Werra-Meißner-Kreises und Spendengeldern. Es handelt sich um ein bis zunächst Ende 2020 laufendes Pilotprojekt mit der Option, ab 2021 eine dauerhafte Einrichtung für den Kreis zu werden. Allerdings sind die Fördermittel für das Jahr 2020 bereits aufgebraucht. Damit das Projekt bis Ende 2020 laufen kann, hat nun die Bürgerstiftung Werra-Meißner 1000 Euro gespendet.

„Es ist ein tolles Projekt mit einer hohen Nachfrage, deshalb haben wir uns dazu entschlossen, es zu unterstützen, wir wollen immer Menschen in besonderen Lebenssituationen unterstützen“, so Ursula Baumgärtel-Blaschke, Vorsitzende der Bürgerstiftung Werra-Meißner.

„Wir freuen uns, dass wir das Projekt weiterführen können, und bedanken uns sehr für die Unterstützung“, so Meike Noss, Leiterin der Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität. Die finanzielle Hilfe aus dem Empfängnisverhütungsmittelfonds soll Frauen und Familien in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen helfen, eigenständig und selbstbestimmt sicher und verträglich Verhütung zu praktizieren. Berechtigte Personen sind Menschen, die im Werra-Meißner-Kreis leben, Grundsicherung oder Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz bekommen, Geringverdienende, Auszubildende und Studierende. In 2018 wurden 34 Anfragen gefördert, in 2019 waren es 43, in diesem Jahr sind es bereits jetzt 32. „Wir hoffen, dass wir das Projekt weiterführen können. Im Kreisausschuss wird demnächst darüber entschieden“, erklärt Meike Noss.

Wer eine Unterstützung aus dem Empfängnisverhütungsmittelfonds bekommen möchte, muss die Bedingungen erfüllen und einen Termin bei der Beratungsstelle wahrnehmen. Die Bürgerstiftung Werra-Meißner wurde 2004 gegründet und unterstützt in jedem Jahr viele Projekte, die Menschen in der Region unterstützen.

Mit etwa 10 000 bis 12  000 Euro, je nach Unterstützung der Stifter und Spender, werden vor allem ehrenamtliche Aktionen unterstützt.

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