Mit dem Bulli zur Party

Melanie Deist und Daniel Schäfer heiraten als erstes Paar in der Klosterkapelle

Vor der Kapelle der Eschweger Klosterbrauerei: Melanie Deist und Daniel Schäfer kurz vor ihrer standesamtlichen Trauung an historischer Stelle. Mit dem blauen Brauerei-Bulli wurden sie im Anschluss zur Hochzeitsparty gefahren. Foto: Spanel

Eschwege. Melanie Deist und Daniel Schäfer waren die Ersten: Gestern Vormittag haben sich die 25-jährige Datteröderin und ihr zwei Jahre älterer Bräutigam aus Schwebda das Ja-Wort in der Kapelle der Eschweger Klosterbrauerei gegeben. Die Zeremonie an historischer Stelle sei für beide die Krönung ihrer Liebe gewesen, die vor neun Jahren mit einer zufälligen Begegnung auf dem Eschweger Johannisfest begann.

„Wir sind sehr heimatverbunden“, sagt Melanie Deist-Schäfer, die nach ihrer Trauung einen Doppelnamen trägt. Im vergangenen Jahr hätten sie beim Vorgespräch mit dem Standesbeamten Volker Ullrich von der Möglichkeit erfahren, in der Klosterkapelle zu heiraten, sagt Daniel Schäfer. „Für uns hätte es keinen passenderen Ort geben können“, so der stolze Bräutigam, der seiner Melanie den Heiratsantrag im vergangenen Mai vor romantischer Kulisse im Ibiza-Urlaub gemacht hatte. „Vorher habe ich aber noch ihren Vater um Erlaubnis gefragt – wie sich das gehört“, sagt Schäfer mit einem Lächeln.

Gemeinsam mit den Schwiegereltern, Familie und Freunden feierten die Frischvermählten bei einem Umtrunk im Erdgeschoss der Kapelle, bis sie von Tanja Beck, bei der Klosterbrauerei zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, im brauereieigenen Bulli nach Hause gefahren wurden – „Just married“-Schild inklusive.

„Ein einmaliger Service für die Premieren-Hochzeit“, sagt Beck mit einem Augenzwinkern. Zu dem besonderen Anlass gratulierten auch Geschäftsführer Ernst Andreas sowie der Erste Stadtrat Reiner Brill, die beide ein kleines Präsent überreichten. „Die Lokalität ist einfach schön“, sagte Brill. Die Stadt Eschwege sei dankbar, dass es nun neben dem Rathaus und der Werranixe einen weiteren, attraktiven Ort für Trauungen gebe. Auch für die Standesbeamten seien die Eheschließungen an diesem Ort gut vorzubereiten.

Als „hell und freundlich, aber trotzdem charaktervoll“ beschreibt Tanja Beck den Trausaal. In den vergangenen Monaten habe es schon einige Anfragen von Heiratswilligen gegeben.

„Weitere Termine können mit den Standesbeamten der Stadt Eschwege vereinbart werden“, so Beck.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare