Für den guten Zweck

Orchester der Bundespolizei spielt fast 7000 Euro ein

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Neben den schmissig vorgetragenen Märschen hatten die Bläser auch beschwingte Walzermelodien von Johann Strauß, leichte Operetten von Benatzky, getragene Filmmelodien von Ennio Morricone und natürlich jede Menge Weihnachtslieder mitgebracht.

Zum 65. Mal hat das Orchester der Bundespolizei in Eschwege aufgespielt. Es war ein hervorragendes Konzert im doppelten Sinne: Tolle Musik und 7000 Euro für bedürftige Eschweger.

Im Programmheft stand: „Es ist ein Ros entsprungen (mitsingen)“. Das musste dem Publikum in der Eschweger Stadthalle nicht zweimal gesagt werden. Textsicher fielen die fast 600 Zuhörer wie ein großer Chor in die vierhundert Jahre alte Melodie ein, sangen zur Musik des Bundespolizeiorchesters Hannover und ließen sich dabei von Anna Sophie Brüning dirigieren.

Spende für bedürftige Eschweger

Beim Wohltätigkeitskonzert in der Eschweger Stadthatte kann man mit Fug und Recht von einer Tradition sprechen. Zum 65. Mal waren die Besucher mit dem Kauf ihrer Eintrittskarte dazu aufgerufen, für notleidende Familien in Eschwege zu spenden. So kamen 6781 Euro zusammen, die Polizeidirektor Matthias Bick, der Leiter des Bundespolizei- Aus- und Fortbildungszentrum in Eschwege an Bürgermeister Alexander Heppe überreichte.

Für den guten Zweck: 6781 Euro an Einnahmen überreichte Polizeidirektor Matthias Bick an Bürgermeister Alexander Heppe.

Gut gelaunte und Musiker und vergnügliche Ansagen

Die Berufsmusiker des Polizeiorchesters belohnten die Spender mit einem vielseitigen und kurzweiligen Programm, schon ihren ersten Marsch „Friederucus-Rex-Grenardiermarsch“ schmetterten die Bläser gut gelaunt heraus. „Unser Orchester hat noch nie so gut gespielt wie unter einer Frau“, sagte Klarinettist Dirk Hillebold, der mit vergnüglichen Ansagen durch den Abend führte. 

Anna-Sophie Brüning dirigierte in Eschwege allerdings ihr letztes Konzert mit diesem Orchester, das sie nun mit Wehmut wieder abgeben musste, da sie nur zeitweilig für den in Elternzeit befindlichen Leiter das Pult übernommen hatte. Das Publikum und die Musiker dankten ihr mit kräftigem Applaus für ihre Leistung.

Schmissige Märsche und beschwingte Walzermelodien

Denn neben den schmissig vorgetragenen Märschen hatten die Bläser auch beschwingte Walzermelodien von Johann Strauß, leichte Operetten von Benatzky, getragene Filmmelodien von Ennio Morricone und natürlich jede Menge Weihnachtslieder mitgebracht. Zu „Kazabue“, japanischer Filmmusik, ließ Ayaka Kunieda die Oboe erklingen. 

Orchester kann auch "Heavy-Metal"

Den Höhepunkt setzte das Orchester mit einem Medley aus Melodien der 1980er-Jahre. Darin erklangen bekannte Titel wie „Westerland“ von den Ärzten, „Ella, Ella“ von France Gall oder „Man in the Mirrow“ im fulminanten Big-Band-Sound, der sich mit „One Moment in Time“ von Whitney Huston am Ende zur schallenden Hymne steigerte. 

Die Bläser ließen „The Sound of Silence“ von Simon und Garfunkel erklingen – in der Version der Heavy-Metal-Band Disturbed. Robert Osterlosch blies die Solo-Trompete. Am Ende ließen die Zuschauer das Bundespolizeiorchester Hannover mit einer Zugabe allein nicht gehen. Nach „White Christmas“ durfte der Radetzky-Marsch natürlich nicht fehlen.

Bundespolizei-Orchester Hannover spielt in der Eschweger Stadthalle für den guten Zweck

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