Alle Chancen zum Aufstieg

Bundespolizei ernennt in Eschwege 220 Absolventen zu Polizeimeistern

220 Polizeimeister: Die Bundespolizei übernimmt während eines Festaktes am Standort Eschwege 220 Absolventen nach zweieinhalbjähriger Ausbildung in den Polizeidienst. Foto: Sagawe

Eschwege. Zum Abschluss der Zeremonie gab es Schulterklopfen für alle 220 Lehrgangsteilnehmer, die gestern in Eschwege zu Polizeimeistern ernannt wurden. Dem symbolischen Schulterklopfen voran ging viel verbales Lob für die Männer und Frauen, die nach zweieinhalbjähriger Ausbildung in den Beruf starten.

„Das hat Sie viel Mühe gekostet, aber jetzt haben Sie alle Entwicklungsmöglichkeiten im mittleren Dienst bis hin zum Aufstieg im gehobenen Dienst“, sagte Alfons Aigner, Präsident der Bundespolizeiakademie, während des Festaktes auf dem Gelände des Aus- und Fortbildungszentrums. Er sprach von einer „anspruchsvollen und nicht ungefährlichen Tätigkeit“. Aigner wünschte den Jungpolizisten ein gewisses Maß an Demut und sagte: „Wir können es uns nicht leisten, überheblich zu sein; gehen Sie mit Augenmaß auf Grundlage des Rechts vor.“

Unter den 220 Absolventen sind neun Polizeimeister aus dem Werra-Meißner-Kreis: Sara Haddadi, Kevin Hofmeyer (beide Eschwege), Jacqueline Krapf (Waldkappel), Luca Kollmann, Artur Reimer (beide Sontra), Christian Henk, Eric Richter, Valentin Stunz und Marie-Luise Ludwig (alle Wehretal). Als Jahrgangsbester wurde Benedikt Hessling von Präsident Aiger ausgezeichnet. 

Mit 137 gehen die meisten Absolventen nach der Ausbildung als Vollzugsbeamte zur Bundespolizeidirektion auf dem Flughafen Frankfurt. Die weiteren neuen Dienststellen: Bundespolizeidirektion München (36), Direktion der Bundesbereitschaftspolizei (31), Bundespolizeidirektion Koblenz (9) und Bundespolizeidirektion Stuttgart (7). 

Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe äußerte „Respekt vor der Leistung“ während der zweieinhalbjährigen Ausbildung. Dass von 270 gestarteten Polizeischülern nur 220 übrig geblieben seien, zeige die Bestenauslese. „Sie haben sich für einen der anspruchsvollsten Berufe entschieden“, sagte Heppe. Das Leben in bürgerlicher Freiheit sei ohne Polizei nicht möglich, so Heppe. Und weiter: „Hier ist der Mensch in Uniform noch etwas wert.“ Zuvor hatte Ausbildungsleiter Michael Bolender Feindseligkeiten gegenüber Polizeibeamten beklagt: „Sie werden nicht nur als Freund gesehen, sondern kritisch beäugt.“ Polizeidirektor Matthias Bick, Leiter des Eschweger Ausbildungszentrums, sieht die jungen Polizeimeister den anstehenden Aufgaben gewachsen. „Ich bin überzeugt, dass Sie gut vorbereitet sind“, rief er den 220 Absolventen zu. 

Von „30 Monaten mit Höhen und Tiefen“ sprachen die beiden Absolventen Janika Behn und Patrick Schulz. Viele Hürden seien zu nehmen gewesen, viele Freundschaften geschlossen worden. 

Die Zahl der Absolventen am Standort Eschwege ist von 57 im Jahr 2014 auf heute 220 gestiegen. Heute beginnen bundesweit 6200 junge Menschen eine Ausbildung bei der Bundespolizei, am 1. September kommen weitere 8000 hinzu.

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