Bundespolizei

Polizeirat Benjamin Liehr ist seit Oktober Dienststellenleiter in Eschwege

Polizeirat Benjamin Liehr leitet seit 1. Oktober das Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei in Eschwege. Sein Ziel nach Corona: die Bundespolizei im Eschweger Stadtbild wieder präsenter werden zu lassen.
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Polizeirat Benjamin Liehr leitet seit 1. Oktober das Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei in Eschwege. Sein Ziel nach Corona: die Bundespolizei im Eschweger Stadtbild wieder präsenter werden zu lassen.

Bei seiner Vorstellung vor der Belegschaft hat Benjamin Liehr eines schon mal klargestellt: Er sei gekommen, um zu bleiben. Damit spielte er auf die zuletzt mehrfachen Wechsel an.

Eschwege – Matthias Bick, der Inhaber der Stelle als Leiter des Aus- und Fortbildungszentrums der Bundespolizei in Eschwege, ist 2020 an die Oberbehörde der Bundespolizei in Potsdam gewechselt. Sein Nachfolger Dr. Alexander Hofsommer, blieb nur knapp eineinhalb Jahr. So lange Bick dort seinen Dienst tut, übernimmt jetzt Liehr. Er ist mit der Region verwurzelt.

Liehr stammt aus dem thüringischen Werra-Suhl-Tal bei Wildeck/Obersuhl, wo er inzwischen mit Frau und bald zwei Kindern heimisch geworden ist. Seine Ausbildung bei der Bundespolizei hat er 2006 als 18-Jähriger in Eschwege begonnen. Danach folgten Stationen in Frankfurt und Koblenz sowie sein Studium. Vor einem Jahr kehrte er als stellvertretender Dienststellenleiter nach Eschwege zurück. Hier traf er teilweise auf seine ehemaligen Ausbilder. „Es war ein herzliches Wiedersehen“, sagt Liehr. Einen seiner ehemaligen Vorgesetzten durfte er in den Ruhestand verabschieden.

Vier Schwerpunkte sieht er in seiner Arbeit in Eschwege. Dabei hängen die ersten beiden eng zusammen. Zum einen muss er die 2015 begonnene Ausbildungsoffensive der Bundespolizei in Eschwege koordinieren, zum anderen mit der Coronapandemie klarkommen. Beschäftigte der geburtenstarken Jahrgänge gehen in den Ruhestand, die Bundespolizei will ihre personellen Kapazitäten vergrößern. „Wir wollen möglichst viele Anwärter ausbilden, können aber nicht immer in Präsenz unterrichten“, sagt Liehr. Das sei gerade im mittleren Dienst schwierig, weil hier viele praktische Unterrichtsinhalte vermittelt würden.

Zur Person

Benjamin Liehr (33) stammt aus dem Wartburgkreis und hat 2006 seine Ausbildung bei der Bundespolizei in Eschwege begonnen. 2020 hat der Polizeirat sein Masterstudium beendet und wurde zunächst stellvertretender Dienststellenleiter in Eschwege, seit 1. Oktober ist er allein verantwortlich. ts

Außerdem ist er in Teilen mit dem Aufbau des neuen Standortes in Rotenburg betraut. Einige der Ausbilder sind von Eschwege nach Rotenburg versetzt worden. Das muss in Eschwege jetzt kompensiert werden. „Als Team haben wir es hinbekommen“, sagt Liehr. Zu guter Letzt ist er auch Bauherr und Liegenschaftsverwalter. Er will den seit Jahren geplanten Umbau des Gebäudes III vorantreiben, damit die Lehrkräfte aus den Containern in moderne Büro- und Besprechungsräume umziehen können. Liehr ist zuversichtlich, dass seine ständigen Erinnerungen bei der Behörde Wirkung zeigen. „Es wird“, sagt er. 2023 soll jetzt Baustart sein.

Sein Ziel nach Corona: die Bundespolizei im Eschweger Stadtbild wieder präsenter werden zu lassen. Die Vereidigung Anfang Oktober auf dem Eschweger Werdchen war die erste öffentliche in ganz Hessen. (Tobias Stück)

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