Die Bundespolizei stellt die Ausbildung in Eschwege ein

Kein Unterricht: Die Bundespolizei hat die Ausbildung in ihrem Fortbildungszentrum in Eschwege eingestellt. Ar chivFoto: Sagawe

Die Bundespolizei stellt die Ausbildung in ihrem Fortbildungszentren in der Kreisstadt Eschwege ein. Die Behörde reagiert damit auf die wachsende Ausbreitung des Coronavirus.

Noch am Dienstag sagte Polizeihauptkommissar Ralf Germerodt: „Die wichtigen Lehrgänge finden natürlich statt.“ Er erklärte aber auch: „Die Lage wird täglich neu bewertet, wir wissen nicht, was auf uns zukommt.“ Für diese Neubewertung bestand gestern Anlass.

Germerodt: „Die Präsenzveranstaltungen werden zunächst bis zum 19. April durch ein angeleitetes Selbststudium ersetzt. Polizeimeisteranwärter, die sich derzeit im Praktikum in den Einsatzdienststellen befinden, unterstützen diese wie geplant weiter. Alle geplanten Fortbildungsmaßnahmen werden in diesem Zeitraum grundsätzlich nicht stattfinden.“

Die Eignungsauswahlverfahren würden ebenfalls bis zunächst 19. April ausgesetzt. Bewerbern werde weiter ermöglicht, sich bei der Bundespolizei auf üblichem Weg zu bewerben.

„Die Einstellungsberater stehen schriftlich oder telefonisch zur Verfügung“, sagt Germerodt. Die Beamten des Ausbildungszentrums sind nach wie vor als Reserve in der angespannten Krisenlage vorgesehen. „Die Kräfte müssen damit rechnen, dass sie zum Einsatz kommen“, sagt Germerodt. In erster Linie wären das dann die klassischen Aufgabengebiete: Grenzsicherung, Bahnhöfe und Flughäfen. Aber auch andere Einsätze wären denkbar.

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