Fraktionschef sieht innere Zerstrittenheit bei SPD

CDU: Feiertag fehlt fachliche Eignung

Eschwege. Die Ankündigung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Feiertag, bei der nächsten Bürgermeisterwahl in Eschwege antreten zu wollen, stößt auf heftige Kritik bei der Kreisstadt-CDU, die Feiertag jede fachliche Eignung und Kompetenz für diese Position abspricht. „Ein Rathaus zu führen erfordert rechtliche Kenntnisse und Verwaltungserfahrung. Das ist etwas anderes, als an vier Tagen im Jahr Bands und Bierstände koordinieren zu müssen“, so der christdemokratische Fraktionschef Stefan Schneider in Anspielung auf Feiertags jetzige Tätigkeit als Geschäftsführer des Arbeitskreises Open Flair.

Schneider wertet die Pläne Feiertags als „deutlichen Beweis für die innere Zerstrittenheit der SPD“. Schneider: „Herr Brill hat seit Jahren auf dieses Amt hingearbeitet, dann hat zuerst Herr Zick seine Kandidatur verhindert und jetzt haben ihn die eigenen Genossen so im Regen stehen lassen, dass er drei Jahre vor einer Entscheidung frustriert das Handtuch wirft.“ Feiertag habe „seine Truppe stramm nach linksaußen geführt“. In seiner eigenen Partei sei er höchst umstritten.

Die Taktik der SPD sei durchschaubar: Brill gebe den harten Kämmerer, der die Stadt kaputtspare. Dem Bürgermeister würden so personelle und finanzielle Ressourcen verwehrt. Feiertag werde dann die angeschlagene Verwaltung angreifen und versuchen, es Bürgermeister Heppe in die Schuhe zu schieben. (hs)

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