Geschäftsführerin Claudia Fremder verlässt Klinikum zum Jahresende

War vier Jahre an der Spitze der Gesundheitsholding Werra-Meißner: Dr. Claudia Fremder. Foto: privat

Geschäftsführerin Dr. Claudia Fremder verlässt zum Jahresende das Klinikum Werra-Meißner und übernimmt ab 2020 neue Aufgaben bei der Stiftung Deutscher Gemeinschafts-Diakonieverband.

Nach vier Jahren an der Spitze der Gesundheitsholding Werra-Meißner, zu der auch das Klinikum Werra-Meißner mit seinen beiden Standorten in Eschwege und Witzenhausen gehört, zieht es Fremder zur Stiftung Deutscher Gemeinschafts-Diakonieverband.

Fremder wurde die Position des fachlichen Vorstands der Stiftung Deutscher Gemeinschafts-Diakonieverband angeboten. Die Stiftung betreibt sechs Krankenhäuser und ist in der Altenhilfe und in sozialen Projekten aktiv. „Dieses Angebot ermöglicht mir eine berufliche Weiterentwicklung. So eine Chance bietet sich einem so schnell nicht wieder“, erklärt Fremder ihre Beweggründe.

Das Klinikum wird seit zwölf Jahren von der Agaplesion gAG mit Sitz in Frankfurt im Managementauftrag geführt. Nach erfolgreichen Jahren durchlebt das Klinikum zurzeit eine schwierige Phase. Das Jahresergebnis 2018 lag bei einem Fehlbetrag von rund einer Millionen Euro. Die Schieflage sei allerdings nicht der Grund für ihren Weggang. „Im Vergleich zu anderen kommunalen Häusern stehen wir richtig gut da“, sagt Fremder. Man habe allerdings mit Fachkräftemangel und der immer stärkeren „Ambulantisierung in der Medizin“ zu kämpfen. „Dafür haben wir Vorgehensweisen gefunden und Konzepte entwickelt, die wir jetzt nach und nach umsetzen.“

Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat Stefan Reuß bedauert die Entscheidung von Dr. Fremder. „Mit Dr. Fremder hatten wir eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit und jemanden, der gleichermaßen die Wirtschaftlichkeit, die gesundheitliche Versorgung im Landkreis und das Wohl der Mitarbeitenden im Blick hatte“, sagt Reuß. Er dankt ihr auch im Namen des Aufsichtsrats und der Gesellschafter für ihre erfolgreiche Tätigkeit. Auch Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender der Agaplesion, bedauert das Ausscheiden Fremders: „Sie hat den Managementvertrag mit großem Engagement und Umsicht ausgeführt.“ Die Suche nach einem Nachfolger sei bereits angelaufen.

Das sind Klinikum und Agaplesion

Die zu 100 Prozent kommunale Klinikum Werra-Meißner GmbH versorgt mit zwölf Fachabteilungen und 40 tagesklinischen Plätzen an den Standorten Eschwege und Witzenhausen in rund 500 Betten mit über 1000 Mitarbeitenden fast 19 000 stationäre und rund 36 000 ambulante Patienten pro Jahr. Das Klinikum ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen. Die Agaplesion ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft, die als Einrichtung der evangelischen Kirche gemeinsam mit den beteiligten diakonischen Unternehmen Krankenhäuser und Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland betreibt.

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