Coast to Coast spielen im ausverkauften E-Werk und begeistern durch leise Töne

Spielten vor ausverkauften Haus: Coast to Coast im Eschweger E-Werk. Foto:  Bennighof

Eschwege. Drei Stimmen, drei akustische Gitarren und Musik pur bieten Coast to Coast seinen Zuhörern. Dr. Gert Neumann, Dr. Rainer Fröhlich und Wolfgang Grünefeld sind mit ihrer Art von Musik in der Region eine feste Größe und sie hatten auch am Freitag im voll besetzten E-Werk in Eschwege ein begeistertes Publikum.

Sie entführen ihre Zuhörer in eine Musikepoche, die geprägt war von Crosby, Stills and Nash, den Eagles, America, Venice und den Beatles, als die Haare der Männer noch etwas länger und die Bärte noch zauseliger waren.

Ein fein abgestimmter Gesang, eine oft dreistimmig hervorragende Gitarrenbegleitung und eine absolut entspannte Art der Musik - das machen Coast to Coast aus. Ihre Arrangements wirken leicht, die drei Männer machen gerne zusammen Musik - diese Freude merkt man ihnen in jedem Moment an und das Publikum darf ihnen dabei zuhören. Ob „Leaving on a Jet Plane“ von John Denver oder „Teach the children well“ von Cosby, Stills and Nash: Coast to Coast überzeugen durch Können und durch Leidenschaft für die Musik.

Damit das Konzert nicht nur etwas für die Ohren ist, werden auf den Bühnenhintergrund Fotos projiziert, die die Wirkung der Musik noch unterstützen; Michael Kreißler ist der Herr der Bilder. Landschaften, Blumen, Menschen, Tiere sowie Makro-Aufnahmen, alles abgestimmt auf die Musik, verzaubern die Bildsequenzen.

Die meisten Zuhörer haben die Zeit, aus der die Musik ursprünglich stammt, selber erlebt. Selbstironie und Anspielungen auf ihr eigenes Alter gehören bei Coast to Coast zur Moderation. Wenn zum Beispiel Dr. Gert Neumann darauf hinweist, dass 198 Jahre auf der Bühne stehen, dann hat er das Publikum auf seiner Seite. Auch die Frage, warum Wolfgang Grünefeld fünf Gitarren braucht (die beiden anderen kommen mit zwei Instrumenten aus) und dann immer seine Gitarre gestimmt werden muss, ist Anlass für Frotzeleien.

Seit 20 Jahren stehen die drei gemeinsam auf der Bühne und streben, so Dr. Gert Neumann, der „Silberhochzeit“ entgegen. Da sie jetzt alle aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, haben sie mehr Zeit, sich der Musik zu widmen. Man darf gespannt sein, was sich daraus ergibt. Am Freitag ist es den drei Herren der leisen Töne gelungen, ihre Zuhörer zu begeistern.

Von Elisabeth Bennighof

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