Bundesprogramm

Corona-Krise: 13 Millionen Euro Soforthilfe landen bei Unternehmen aus dem Landkreis

Ein Kellner trägt ein Tablett zu Gästen, die auf der Terasse eines Restaurants sitzen
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Das Geld habe Solo-Selbstständigen, Freiberuflern und Künstlern geholfen. Vom Tanzlehrer, Fotografen, Ergotherapeuten, Gastronomen und Einzelhändler sei alles darunter.

Wie das Regierungspräsidium Kassel (RP), das die Bewilligung und Auszahlung der Gelder in Hessen abgewickelt hatte, berichtet, sind 13 Millionen Euro an Betriebe im Werra-Meißner-Kreis geflossen.

Werra-Meißner – Unbürokratische Hilfe für Selbstständige, Freiberufler und kleinere Unternehmen: das war das Ziel der Corona-Soforthilfen, die von März bis Ende Mai 2020 an viele Betriebe in Deutschland ausgezahlt wurden. 9,5 Millionen Euro stammen aus dem Bundes- und 3,5 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt.

Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie haben unsere heimische Wirtschaft hart getroffen, deshalb war es richtig, dass die Bundesregierung bereits im März das größte Hilfspaket in der Geschichte der Bundesrepublik auf den Weg gebracht hat, um wirtschaftliche Existenzen und Arbeitsplätze zu sichern“, so der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth, der eine Anfrage zu den Soforthilfen an das RP richtete. Aus Rückmeldungen wisse er, wie sehr die den heimischen Betrieben geholfen hätten, eine außerordentlich schwierige wirtschaftliche Situation zu überbrücken.

Michael Roth

„Die Soforthilfe war eine wesentliche Stütze zu Beginn der Pandemie“, sagt Lars Kleeberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner. Ohne diese sei die Lage der Wirtschaft heute deutlich dramatischer, so Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages. Fast vierzig Prozent der Betriebe hätten die Hilfe im Kreis laut Kleeberg beantragt. Es sei auch der Reaktion der Bundes- und Landesbehörden sowie des RPs zu verdanken, dass die Betriebe überleben konnten – auch, wenn es Anlaufschwierigkeiten bei der Beantragung und Auszahlung gegeben habe. Im Schnitt seien 7500 Euro sofort an die Betriebe ausgezahlt worden.

Das Geld habe Solo-Selbstständigen, Freiberuflern und Künstlern geholfen. Vom Tanzlehrer, Fotografen, Ergotherapeuten, Gastronomen und Einzelhändler sei alles darunter. „Die Bandbreite war enorm, das unterscheidet die Krise auch von der Vergangenheit“, so Kleeberg. (Von Maurice Morth)

Bund stellte insgesamt 50 Milliarden Euro bereit 

Von März bis Ende Mai wurden in Deutschland Corona-Soforthilfen ausgezahlt, um Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern zu unterstützen. Der Bund stellte dafür 50 Milliarden Euro bereit. Aufgestockt wurden die Hilfen mit Mitteln aus den Landeshaushalten. In Hessen war die Höhe der Hilfe gestaffelt nach der Beschäftigenzahl: 10 000 Euro bei bis zu fünf, 20 000 Euro bei maximal zehn und 30 000 Euro bei bis zu 50 Mitarbeitern.

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