Kontakt- und Hygieneregeln bleiben bestehen

Corona-Lockerung: Restaurants, Sport- und Freizeiteinrichtungen wieder offen

Die Küchencrew des Schlosshotels Wolfsbrunnen freut sich, dass es wieder los geht:  (von links) Firas Karim, Aron Ludolf, Küchenchef Stefan Bühler, Leo Salzmann und Mohammend Allvabani.
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Die Küchencrew des Schlosshotels Wolfsbrunnen freut sich, dass es wieder los geht:  (von links) Firas Karim, Aron Ludolf, Küchenchef Stefan Bühler, Leo Salzmann und Mohammend Allvabani.

Nach acht Wochen Zwangspause wegen der Corona-Pandemie beginnt heute eine deutliche Lockerung im Gastronomie- und Freizeitbereich –  all diese Unternehmen dürfen wieder öffnen.

Unter den generell geltenden Abstands- und Hygieneregeln haben sich Gastronomen, aber auch Betreiber von Fitnessstudios und Campingplätzen konzentriert auf die Wiederaufnahme ihrer Betriebe vorbereitet.

In Restaurants und Kneipen wurden vor allem Tische gerückt, Quadratmeter gezählt, um Mindestabstände einzuhalten, und der Küchenbetrieb wieder hochgefahren. 

Infektionsketten: Gäste müssen sich bei Besuch in Liste eintragen

Aber zugleich mussten die Restaurantbesitzer Formulare beziehungsweise Listen vorbereiten, in die sich jeder Gast eintragen muss – zum einen, um später im Falle einer Corona-Erkrankung Infektionsketten nachvollziehen zu können, zum anderen, um sicherzustellen, dass sich maximal Personen aus zwei Haushaltsständen an einem Tisch zusammenfinden.

Bei allen Einschränkungen herrscht in der Branche Aufbruchstimmung. „Wir haben am Wochenende und für Pfingsten auch schon wieder erste Buchungen für Übernachtungen“, sagt Hartwig Gehl von der Gemeindeschänke in Altenburschla.

"Versuchen, das Beste aus der Krise zu machen"

Dennoch arbeite sein Betrieb aufgrund der Einschränkungen auf maximal 30 Prozent. „Die 50 000 Euro Verlust werden wir damit nicht wieder reinholen“, so Gehl.

Auch im Schlosshotel Wolfsbrunnen in Schwebda freuen sich alle über den Neustart, Reservierungen für das Restaurant kommen am laufenden Band und erste Buchungen für das Hotel ebenso. „Wir versuchen, jetzt das Beste aus der Krise zu machen“, sagt Hoteldirektor Gerold Schwarz.

In den Startlöchern sind auch die Fitnessstudios, die je nach Raumgröße Geräte auseinandergerückt haben, große Mengen Desinfektionsmittel verteilt und Markierungen auf den Boden geklebt haben. Ähnlich verhält es sich auf Campingplätzen. Zum Teil dürfen dort nur Camper mit eigenen Toiletten stehen. 

Fortbestand der Jugendburg Burg Ludwigstein gefährdet

Wegen der Corona-Pandemie ist der Fortbestand der Burg Ludwigstein als Bildungseinrichtung und Herberge akut gefährdet. Seit die Burg ihren Betrieb Mitte März einstellen musste, blieben alle Einnahmen aus. 

Gleichzeitig zeigt sich, dass sie fast kein Soforthilfeprogramm nutzen kann, so Holger Pflüger-Grone, Vorsitzender der Stiftung Jugendburg Ludwigstein. Grund ist die besondere rechtliche Konstruktion aus Gemeinnützigkeit und Beherbergungsbetrieb.

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